Erstellt am 05. Mai 2016, 06:34

von Jutta Hahslinger

Alko-Lenker schoss im Blindflug Autos ab. „War betrunken“, gesteht Waldviertler – seine Erklärung dafür, warum er ohne Licht fuhr und mehrere Verkehrsunfälle verursachte.

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Im Morgengrauen am 30. November vor zwei Jahren wurde ein 21-Jähriger aus dem Bezirk Krems nach einem Diskobesuch in Horn zum Amokfahrer. Am Parkplatz des Tanztempels begann die Crash-Serie: Er fuhr einem 25-Jährigen aus Frauenhofen gegen das linke Knie und raste im Blindflug, ohne Fahrzeugbeleuchtung, weiter.

Dann hatte er das Glück auf eine reaktionsschnelle Lenkerin (22) zu treffen: „Ein Auto kam mir ohne Licht entgegen. Es wäre frontal in meinen Wagen gekracht, wenn ich nicht ausgewichen wäre“, erinnert sich die Waldviertlerin an den Schreckensmoment.

57-jähriges Opfer blieb unverletzt

Die Fast-Kollision brachte den 21-Jähringen nicht zur Besinnung. Er fuhr weiter und krachte in einen stehenden Bus: „Er fuhr in meinen Bus. Dann setzte er vier Meter zurück und fuhr mir noch in die Fahrertür. Zum Glück hatte das Fahrzeug ein gutes Blech und ich blieb unverletzt“, schildert das Opfer (57) die Rammbockaktion.

Die Amokfahrt des Waldviertlers endete schlussendlich an einer Leitschiene mit einem kaputten Wagen.
„Ich war betrunken“, erklärt der Crashfahrer und beteuert: „Das war mir eine Lehre. Ich rühre keinen Tropfen mehr an.“ Der bislang unbescholtene und reumütige Waldviertler kommt mit sieben Monaten bedingt noch einmal glimpflich davon.