Erstellt am 22. März 2016, 04:14

von Thomas Werth

Allergikern blüht ein anstrengendes Jahr. Experten kündigen ein äußerst turbulentes Jahr für Allergiker an. Durch Birke und Esche droht nächste Belastungswelle.

 |  NOEN, Symbolbild

Experten des Österreichischen Pollenwarndienstes der MedUni Wien kündigen heuer ein für Allergiker turbulentes Jahr an. Der Grund: Durch unbeständige Temperaturen schwankt der Pollenflug. Der zweitwärmste Winter der Messgeschichte begünstigte einerseits einen frühen Blühbeginn von Erle und Hasel, Kälteeinbrüche bremsten aber immer wieder den Saisonstart.

„Dazu verlängert die bisher noch unbeachtete Purpurerle die Pollensaison“, erklärt Katharina Bastl vom Pollenwarndienst. Die vor allem in Städten immer heimischer werdende Purpurerle kann durch ihre Verwandtschaft mit Hasel und Birke Menschen mit diesen Allergien bereits ab Mitte Dezember Probleme bereiten, wodurch sich eine pollenfreie Zeit auf nur noch zwei Monate im Jahr verkürzen würde.

"Kein explosionsartiger Saisonbeginn"

Die nächste Belastungswelle kommt durch die Esche, sie kann bereits Ende März mehr Pollen in die Luft abgeben als noch 2015. „Es ist aber kein explosionsartiger Saisonbeginn zu erwarten, dafür ist das Wetter noch zu unbeständig“, so Bastl.

Auch die Birke wird dieses Jahr etwas früher zu blühen beginnen. Abhängig vom Wetter werden für Allergiker spätestens Ende März erste Belastungen erwartet. Allergie-Experten rechnen jedenfalls damit, dass die Pollenmenge heuer deutlich über dem üblichen Schnitt liegt. Wie stark die Belastung sein wird, hänge aber vom Wetter ab: Wird es kontinuierlich wärmer, startet die Pollensaison zwar früh, wird aber gemäßigt; starke Temperaturschwankungen wirken sich hingegen negativ aus.