Erstellt am 17. Juni 2016, 04:35

von Jutta Hahslinger

„Am g‘scheitesten hätt‘ i’s erschlagn“. Kremser (23) ließ seinen Unmut über die Gefährtin im Beisein von Polizisten freien Lauf.

 |  NOEN, APA (Archiv)

 "Er kam wieder einmal betrunken daher und ich habe ihn nur gebeten, leise zu sein, um den schlafenden Buben nicht aufzuwecken. Er grölte aber herum und das Kind wurde munter. Ich machte ihm Vorhaltungen und das reichte, um eine Streitdebatte auszulösen und mich zu bedrohen“, schildert das 22-jährige Opfer vor Gericht.

Die Wortwahl des Alkoholisierten „Jetzt bist du tot, ich schicke dir meine Freunde. Ich hau dir jetzt eine rein!“, habe dann bei ihr Ängste ausgelöst und sie habe in Panik und aus Sorge um das Kind die Polizei alarmiert, schildert die Kremserin im Zeugenstand.

„Ich habe sie nur beschimpft, nie bedroht oder angegriffen“, beteuerte der 23-jährige Kremser vor Gericht.

Richterin Gudrun Hagen entgegnete auf die Unschuldsbeteuerungen, dass er selbst im Beisein der Polizei noch geäußert habe: „I hätt’s am g’scheitesten erschlagen, de braucht nimma leben!“

Der bislang unbescholtene und uneinsichtige Kremser wird wegen gefährlicher Drohung zu einer viermonatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Nicht rechtskräftig.