Erstellt am 17. November 2015, 04:43

von Karl Pröglhöf

Protest gegen Stupa beim Landes-Empfang. Friedliche Kundgebung bei der Zufahrt zum Schloss Grafenegg. Es kam zu keinem Kontakt mit dem Landeshauptmann.

Bei der Zufahrt zum Schloss Grafenegg anlässlich der Landesgala am Sonntag wurden die Besucher mit den Transparenten der Stupa-Gegner konfrontiert.  |  NOEN, Christian Leneis

Es war so etwas wie die Opernball-Demo, nur kleiner: Für Sonntagabend hatte Landeshauptmann Erwin Pröll zum traditionellen Empfang anlässlich des Leopoldi-Tages nach Grafenegg geladen. An der Zufahrt postierten sich ab 17 Uhr etwa 70 Demonstranten mit Transparenten. „Rettet den Wagram! Widerstand! Reben statt Beton!“ war darauf zu lesen.

Der Protest richtete sich gegen den geplanten Bau eines Stupa, eines buddhistischen Gebetshauses, an der Gemeindegrenze zwischen Grafenegg (Katastralgemeinde Engabrunn) und Grafenwörth (Wagram).

"Über Bevölkerung voll drübergefahren"

Seitens der Gemeinde Grafenwörth wurde das Bauverfahren positiv abgewickelt. „Da wurde über die Bevölkerung voll drübergefahren“, beschwerten sich die Demonstranten, die gleichzeitig betonten, dass sie nicht prinzipiell gegen den Stupa sind: „Der Buddhismus ist eine friedliebende Religion.“ Das Areal mitten in den Weinrieden sei aber ungeeignet, es fehle jegliche Infrastruktur.

Landeshauptmann Erwin Pröll ließ die Demonstranten wortwörtlich im einsetzenden Regen stehen: Der Landeschef gelangte über eine andere Zufahrt zum Festakt.

Ein halbes Dutzend Traktoren, das ebenfalls für den Protestaufmarsch bereit stand, kam nicht zum Einsatz. „Wir wollten die Zufahrt keineswegs blockieren“, betonten die Organisatoren.