Erstellt am 03. Mai 2016, 06:34

von Petra Vock und Thomas Werth

Aufregung um Parkplatz für Lehrer. Da der Austraßen-Parkplatz immer voller wird, reservierte HTL Stellflächen bei Bundessportanlage. Stadt ließ Zettel entfernen.

 |  NOEN, Werth

„Die sehen nicht so aus, als ob sie ,hochoffiziell‘ genehmigt wären“, meldet sich ein Kremser bei der NÖN-Redaktion. Gemeint hat er Zettel mit der Aufschrift „Parkplatz Lehrer“, die am Zaun der Bundessportanlage aufgehängt wurden. Sieben sollen es anfangs gewesen sein, später wurden zumindest vier Parkplätze damit reserviert.

Die NÖN hat die Beschwerde an den Magistrat weitergereicht. Und tatsächlich: Die Schilder waren nicht genehmigt. „Das Amt für Sicherheit und Ordnung hat die sofortige Entfernung veranlasst“, berichtet Rathaussprecherin Doris Denk. Wenig später waren sie auch schon verschwunden.

Hinter der verbotenen Parkplatz-Reservierung steckte die HTL. „Ja, das stimmt. Ich habe mich auch schon bei Herrn Leopold Rohrhofer vom Magistrat entschuldigt, dass wir das gemacht haben“, berichtet HTL-Direktor Johann Haidl. Hintergrund der Aktion sei eine Zeitersparung für Lehrer gewesen.

„Es ist darum gegangen, dass die Lehrer rechtzeitig im Unterricht sind und keinen Parkplatz suchen müssen und nicht darum, dass wir uns einen Vorteil rausschlagen wollten. Den Lehrern war nicht bewusst, dass es nicht rechtens war“, so Haidl.

„Überlegungen da, aber nicht umsetzungsreif“

Haidl spricht damit aber eine Problematik an, die über kurz oder lang von der Stadt gelöst werden muss: Die Kapazität des Parkplatzes. Denn der vor wenigen Monaten neu geschaffene Abstellplatz platzt an manchen Tagen bereits aus allen Nähten.

Ursprünglich sollte der Parkplatz die Mitterau entlasten und vor allem Pendlern, die mit dem Bus weiterfahren, als P&R-Anlage dienen. Mittlerweile mehren sich die Stimmen aus dem Stadtteil aber, dass die Situation wieder genauso schlimm wie vor der Errichtung des Parkplatzes sei. Grund dafür sollen Pkw-Besitzer sein, die dadurch Kosten in der Grünen Zone umgehen.

„Es gibt verschiedene Überlegungen zur Verbesserung der Parkplatzsituation, die aber noch nicht umsetzungsreif sind. Überdies ist der Beobachtungszeitraum noch nicht zu Ende, er wird bis in den Sommer dauern“, heißt es dazu aus dem Rathaus.