Erstellt am 02. Februar 2016, 04:08

von Thomas Werth

Aufregung wegen Hallenbad-Vorfall. Flüchtlinge gingen in Damen-Sauna. Stadt spricht von Irrtum und kündigt Maßnahmen an.

Asylwerber sind irrtümlich in die Damen-Sauna gegangen. Die Stadt möchte nun Maßnahmen ausarbeiten, um künftig Probleme zu verhindern.  |  NOEN

Hat nun auch Krems einen Asylwerber-Skandal im Hallenbad? Jedenfalls machen Horrormeldungen über Belästigungen von Frauen zu Beginn der Vorwoche die Runde.

Hintergrund des vermeintlichen Skandals soll aber ein großes Missverständnis gewesen sein. Fakt ist jedenfalls, dass zu Beginn der vergangenen Woche Asylwerber in die Damen-Sauna gingen.

„Aber nur ganz kurz – ein Irrtum. Sie dürften sich verlaufen haben, es gab auch keine Aufregung“, heißt es seitens der Stadt. Dabei wird auch auf die Beschilderung verwiesen, mit der die Flüchtlinge Probleme haben könnten. Von einem Skandal sei man jedenfalls weit entfernt gewesen, wird betont.

Ein sensibles Thema

Dennoch ist der Stadt natürlich die Sensibilität des Themas bewusst – nicht zuletzt nach den Vorfällen in Korneuburg und Mödling, wo Asylwerber nach Problemen gar nicht oder nur mehr in Begleitung ins Hallenbad dürfen.

Daher gab es eine Besprechung mit Bürgermeister Reinhard Resch, den Stadträtinnen Eva Hollerer und Anna Wegl sowie Magistratsdirektor Karl Hallbauerr.  Ziel war es, Maßnahmen gegen die Verständigungsprobleme zu finden, um etwaige Vorkommnisse überhaupt gar nicht erst eintreten zu lassen.

Manuela Leoni, Koordinatorin der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe der Stadt, weiß, dass auch die Übermittlung der Baderegeln zu den Aufgaben bei der Betreuung von Asylwerbern zählt, um Konflikte zu vermeiden: „Für sie ist es beispielsweise normal, dass in ihren Dampfbädern laut gesprochen wird. Da muss natürlich von unseren Buddys Aufklärungsarbeit geleistet werden.“