Krems

Erstellt am 19. Juli 2016, 02:43

von Udo Sagl

Asylheim in Krems-Stein: Anrainer wollen klagen. Die Nachbarn haben einen Anwalt engagiert: Sie fordern, dass das Flüchtlingsquartier geräumt wird.

Nachbar Heinrich Wierländtner vor dem Asylquartier  |  Lechner

„Unsere Lebensqualität ist dahin. So geht es nicht weiter!“ Der Pensionist Heinrich Wierländtner drückt im Namen schwer vergrämter Anrainer seinen Unmut über die „Zustände“ im Umfeld des Flüchtlingsquartiers an der Steiner Donaulände aus.

Wie berichtet, sind in dem ehemaligen Bürogebäude mehr als 40 junge Schwarzafrikaner untergebracht. Seit Wochen hagelt es Beschwerden. Nächtlicher Lärm, intensiver Küchengeruch und überquellende Müllcontainer stehen im Mittelpunkt des Ärgers, der von den engen Raumverhältnissen ausgeht. In unmittelbarer Nachbarschaft des Asylheimes befinden sich zehn Wohnungen.

Hollerer "voll gegen Quartier"

Auffallend: Die betroffenen Anrainer finden prominente Unterstützung. Sozial-Stadträtin Eva Hollerer: „Ich bin voll gegen dieses Quartier. Der Standort ist einfach nicht geeignet.“ Und Hollerer begrüßt es sogar, dass die Nachbarschaft eine Klage anstrebt.

Fünf von insgesamt zehn Hausparteien haben einen Anwalt engagiert, um eine „widmungswidrige“ Nutzung der Büroflächen nachzuweisen und eine Räumung zu erwirken.

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