Erstellt am 15. Februar 2016, 14:57

von Thomas Werth

Ausbruchsversuch in Justizanstalt Stein vereitelt. In der Justizanstalt Stein bei Krems in NÖ soll ein Ausbruchsversuch von fünf Häftlingen vereitelt worden sein.

 |  NOEN, Foto: Lechner
Die Justizwachebeamten haben am Freitag einen offenbar sehr konkreten Ausbruchsplan von fünf Häftlingen in der Justizanstalt Stein vereitelt. Das Quintett habe, wie aus einem sichergestellten Telefon hervorgegangen sein soll, bereits Waffen bestellt und notfalls sogar eine Geiselnahme vorgehabt.
Der Großteil dieser Häftlinge sitzt eine lebenslange Strafe ab, drei von ihnen gehören der berüchtigten „Pink Panther“-Bande an, die mit unzähligen Mitgliedern weit über 100 Überfälle in Europa begangen haben soll.

Wie die Mitarbeiter darauf aufmerksam wurden (angeblich gab es einen konkreten Hinweis), darüber wird offiziell noch geschwiegen. „Die Hintergründe werden überprüft“, erklärt General Josef Schmoll. Einen Zusammenhang mit der anfangs der Vorwoche durchgeführten Groß-Razzia (siehe unten) gibt es aber nicht.

Einsatzkommando „Cobra“ unterstützte Beamte

Um die Sicherheit innerhalb des Gefängnisses aufrecht zu erhalten, wurden die Männer allesamt in andere Justizanstalten aufgeteilt – Mitglieder des Einsatzkommandos „Cobra“ unterstützten die Justizwachebeamten bei der Verlegung.

Am Montag haben nach Redaktionsschluss die ersten Einvernahmen stattgefunden. Es soll auch geklärt werden, ob es mögliche Zusammenhänge mit einem Ausbruchsversuch in der Justizanstalt Garsten in Oberösterreich gibt. Auch dort sollen „Pink Panther“-Mitglieder involviert gewesen sein.
Für Verunsicherung sorgte auch ein größerer Einsatz am Faschingdienstag.

Zeugen berichteten von schwerbewaffneten Polizisten rund um die Justizanstalt. Hintergrund soll ein Anruf über einen möglicherweise ausgebrochenen Häftling bei der Anstaltsleitung gewesen sein. Daraufhin wurde eine Standeskontrolle mit entsprechenden Vorkehrungsmaßnahmen durchgeführt. Das Ergebnis: Alle Insassen waren in ihren Zellen.