Langenlois

Erstellt am 21. Mai 2017, 06:22

von Gertrude Schopf

Langenloiser sind Top mit Mikroskop. Eine Firma aus Langenlois entwickelt und baut einzigartige Mikroskope – und bekam Forschungs-Anerkennungspreis.

Ernest Fantner hat mit seinem Team ein neuartigesMikroskop entwickelt.  |  Christina Anzenberger-Fink

Der „Houskapreis“ wird für herausragende wissenschaftliche Leistungen in zwei Kategorien, „Universitäre Forschung“ und „Forschung & Entwicklung in KMU“, vergeben.

Einen der Anerkennungspreise erhielt heuer die GETec Microscopy GmbH aus Langenlois. Ernest Fantner und sein siebenköpfiges Team stehen hinter diesem Unternehmen, das ein einzigartiges Triple-Scanning-Mikroskop mit Sub-Nanometer-Auflösung entwickelt hat.

„Möchten jetzt den amerikanischen Raum erobern“

Das Mikroskop ermöglicht eine hochpräzise dreidimensionale Messung von elektrischen, magnetischen, thermischen und mechanischen Probeneigenschaften und findet vor allem in der Materialforschung, Schadensanalyse und Energieforschung Anwendung.

Vor fünf Jahren hat Ernest Fantner die Firma gegründet – in Langenlois, obwohl sich die Labors in Wien befinden. Die einzelnen Mikroskop-Komponenten kommen aus aller Welt. „Langenlois ist nicht nur ein guter Boden zum Wohnen“, erklärt Fantner – seit sieben Jahren hat er mit seiner Frau hier seinen Wohnsitz –, auch die Begleitumstände („mit der Raika eine gute regionale Hausbank“) haben das Start-up begünstigt.

Die GETec GmbH hat das spezielle Mikroskop entwickelt und baut es auch selbst, bislang wurden zehn Stück davon unter anderem bis nach China verkauft, und „jetzt möchten wir den amerikanischen Raum erobern“, denkt der 67-jährige Fantner noch lange nicht an Ruhestand. Er hat sein Studium an der TU in Leoben absolviert, sich dort auch habilitiert, sich nach Jahren der Uni-Lehrtätigkeit in der Privatwirtschaft einen Namen gemacht (er war für Philips in den Niederlanden und in der Schweiz) und dann selbstständig gemacht.