Hadersdorf-Kammern

Erstellt am 16. Mai 2017, 04:24

von NÖN Redaktion

„Haussanierer-Bande“ wollte 30.000 Euro von Pensionist. Günstiges Angebot war nur ein Lockmittel. Pensionist aus Hadersdorf (Bezirk Krems) nahm zur Bezahlung sogar einen Kredit auf.

Symbolbild  |  Lighthunter/Shutterstock.com

Als ein Rumäne einem Pensionisten anbot, ihm beim Streichen des verwitterten Balkons und des Giebels zu helfen, klang das Angebot mit 1.500 Euro noch günstig. Doch dann lief die Sache aus dem Ruder.

In den folgenden Tagen kamen drei weitere Arbeiter dazu und der Pensionist wurde überredet, auch die Fassade und den Sockel des Hauses erneuern zu lassen.

Mann droht nun auch eine Anzeige

Die Ernüchterung kam am Freitag, als die Arbeiter für die – noch dazu äußerst mangelhafte – Komplettsanierung des Einfamilienhauses 30.000 Euro in Rechnung stellten.

Da der Pensionist gar nicht soviel Geld verfügbar hatte, musste er auf einer Bank sogar einen Kredit aufnehmen.

Genau zu diesem Zeitpunkt kam die Polizei Hadersdorf hinzu und konnte die Auszahlung gerade noch stoppen. Die rumänische Betrügerbande konnte ausgeforscht werden und wurde wegen Betrugsverdachts auf freiem Fuß angezeigt.

Abgesehen von einer größeren Anzahlung, die er bereits geleistet hat, blüht dem Pensionisten jetzt auch noch eine Anzeige wegen illegaler Beschäftigung von Ausländern nach dem Ausländerbeschäftigungsgesetz. Auf Garantieansprüche für die mangelhaft ausgeführte Haussanierung wird der Hausbesitzer wohl verzichten müssen.

Die Polizei Hadersdorf warnt vor illegalen Haussanierungs-Betrügerbanden und ersucht bei Verdachtsfällen um sofortige Verständigung.