Droß

Update am 24. Juli 2016, 08:38

Extremes Unwetter: Kirchturm brannte in Dross. Ein schweres Unwetter mit sintflutartigen Regenfällen und unzähligen Blitzeinschlägen zog in den frühen Morgenstunden des 24. Juli über den südöstlichen Teil des Bezirkes Krems.

Ein Blitzschlag während eines Unwetters hat am Sonntag in den frühen Morgenstunden die Pfarrkirche Droß im Bezirk Krems in Brand gesetzt. Das Dach des Turms stand in Flammen, berichtete Franz Resperger vom Landesfeuerwehrkommando . Der Dachstuhl sei massiv beschädigt worden.

Lösch- und Sicherungsarbeiten dauerten vier Stunden

Beim Eintreffen der letztlich 100 aufgebotenen Helfer von sechs Feuerwehren kurz nach 1.00 Uhr hätten bereits Flammen aus dem Turmdach geschlagen, teilte Resperger mit. Die Bekämpfung des Brandes erfolgte mithilfe einer Drehleiter und unter Einsatz von vier Wasserwerfern. Der Lösch- und Sicherungsarbeiten dauerten etwa vier Stunden. Der Dachstuhl ist laut dem Feuerwehrsprecher einsturzgefährdet und muss möglicherweise abgetragen werden.

Das Bezirkskommando Krems berichtete von einem schweren Unwetter mit sintflutartigen Regenfällen und unzähligen Blitzeinschlägen. Betroffen gewesen sei der südöstliche Teil des Bezirkes. Neben dem Brand in Droß gab es zahlreiche überflutete Keller und vermurte Straßen. Mehr als 30 Einsätze seien abzuarbeiten gewesen.

Weitere Unwetter in Mistelbach und Korneuburg

In Stein musste laut Resperger ein Auto aus einer überfluteten Unterführung geborgen werden. Der Lenker habe sich selbst retten können. Unwetterschäden meldete das Landesfeuerwehrkommando auch aus den Bezirken Mistelbach und Korneuburg. Bäume stürzten auf Straßen bzw. in Strom- und Telefonleitungen, Äcker wurden abgeschwemmt und Straßen verschlammt. Zahlreiche Keller mussten ausgepumpt werden. Insgesamt waren dem Sprecher zufolge bei 65 Einsätzen in den vom Unwetter getroffenen Regionen etwa 500 Helfer der Feuerwehr im Einsatz.