Erstellt am 16. September 2015, 05:52

von Jutta Hahslinger

Zahlung für Beton ließ auf sich warten. Landwirt leugnet Betrugsabsicht: „Ich wollte bezahlen, aber Fördergelder blieben aus.“

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Er sei seiner finanziellen Verpflichtung nicht gleich nachgekommen, gibt ein 28-jähriger Landwirt aus dem Bezirk Krems vor Gericht unumwunden zu. Er habe aber keinerlei Betrugsabsichten gehabt, als er Betonlieferungen im Wert von knapp 6.000 Euro für eine Stallsanierung bei einer Baufirma veranlasste, erklärt er.

Großteil der Schulden schon beglichen

„Ich habe Fördergelder in der Höhe von über 20.000 Euro, wie schon in den Jahren zuvor, erwartet. Mit Kürzungen habe ich nicht gerechnet“, schildert der Landwirt und beteuert: „Ich wollte wirklich gleich zahlen, aber ich konnte nicht, denn im Börsl herrschte Ebbe.“ Mittlerweile habe er aber einen Großteil der Betonschulden beglichen, sagt er. Zum Beweis legt er Einzahlungsbelege vor.

Mit der Auflage, die Restschuld zu bezahlen, wird das Betrugsverfahren gegen den unbescholtenen Landwirt auf Eis gelegt – und nach einer zweijährigen Probezeit eingestellt.