Erstellt am 08. März 2016, 04:34

von Thomas Werth

Brantner-Zentrale wackelt. Unternehmen berichtet von schwierigen Verhandlungen. Im schlimmsten Fall könnte der Neubau der Konzern-Zentrale sogar gänzlich scheitern.

Die Brantner-Gruppe plant einen Neubau ihrer Zentrale in Krems. Allerdings gibt es Probleme bei der Grundstückssuche.  |  NOEN, Johann Lechner

Im August des Vorjahres berichtete Firmenchef Bernd Brantner der NÖN über die Ausbaupläne der Brantner-Gruppe, die in den Bereichen Abfallwirtschaft, Transport und Facility Management aktiv ist. Sechs Standorte in Krems seien zu viel, außerdem sind sie komplett ausgelastet. Eine neue Zentrale werde daher geplant. Baubeginn, so der damals optimistische Zeitplan, könne noch heuer sein.

Über ein halbes Jahr später ist von dem Optimismus allerdings nicht mehr viel übrig. „Derzeit laufen die Verhandlungen mit Stadt und Land. Die Gespräche gestalten sich schwierig, was dazu führt, dass sich das Projekt verzögert oder eventuell nicht durchgeführt werden kann“, erklärt Brantner der NÖN. Weiter ins Detail möchte er allerdings nicht gehen.

Problem soll jedenfalls die Grundstückssuche sein. „Wir können nur das anbieten, was wir auch haben“, sagt Wirtschaftsstadtrat Erwin Krammer. Er betont, dass die Stadt gewillt sei, die Firma Brantner zufriedenzustellen. „Es gibt aber gewisse Parameter und Bedingungen, bei denen wir noch auf keine Lösung gekommen sind.“ Dem Vernehmen nach soll Brantner an einem Ausbau im Hafenbereich interessiert sein, wo es aber bereits Verträge mit der Firma Mierka geben soll.

„Auch für die Stadt wäre der Bau wichtig“

Krammer ist jedoch zuversichtlich: „Die Gesprächsbasis ist sehr gut. Wir arbeiten an einer Lösung, schließlich ist es ja auch für die Stadt wichtig, dass die Zentrale in Krems errichtet wird, nicht zuletzt wegen der Arbeitsplätze.“ Ob ein Neubau im Kremser Umland noch eine Alternative für Brantner ist, ist derzeit unklar. Im August jedenfalls betonte der Firmenchef noch, dass Krems bei der Grundstückssuche zwar Vorrang habe, ein Umzug in die Region aber eine Option sei.