Erstellt am 19. April 2016, 04:14

von Jutta Hahslinger

Sonderschutz für Kremser Gericht. Kremser Moslem-Hetzer, der unterstützende Gefolgschaft ankündigte, zeitgleich ein Verfahren gegen "OPPT-Mitglied", erforderten verstärkte Sicherheitsmaßnahmen.

Der neue Landesgerichtspräsident Richard Simsalik ging auf Nummer sicher und verstärkte die Sicherheitsmaßnahmen für das Personal und die Gerichtsbesucher.  |  NOEN, Foto: Hahslinger

Zahlreiche Polizisten standen am vergangenen Freitag wegen zwei brisanter Prozesse am Landesgericht Krems „Gewehr bei Fuß“. Die befürchteten Ausschreitungen blieben zum Glück aus.

Zum einen, weil die angekündigte Gefolgschaft von 100 Personen des angeklagten Moslem-Hetzers (44) aus Krems nicht auftauchte, und zum anderen, weil die Gesinnungsgenossen des angeklagten Mitgliedes der Gruppierung „One People‘s Public Trust (kurz „OPPT“) es vorzogen haben, außerhalb des Gerichtsgebäudes bis zum Prozessende zu verharren.

Aber auch ohne moralische Unterstützung ließ es der Kremser, wie in seinen hetzerischen Postings auf Facebook, verbal krachen: „Ich stehe zu meiner Meinung. Jeder weitere Flüchtling ist zu viel“, erklärte er lautstark. Mit dem Text „Darum nur mehr Christen retten. Moslems absaufen lassen. Wir brauchen diese Affen nicht … Für was haben wir Schiffe und U-Boote. Versenken!“, habe er nur seinen Unmut über die Flüchtlingspolitik geäußert.

Er habe kein Problem mit Ausländern, wenn sie arbeiten und brav sind, beteuert er. Sichtlich überrascht vom Schuldspruch mit vier Monaten bedingt, erbat er Bedenkzeit.

Beschuldigter in Abwesenheit verurteilt

Der wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt angeklagte OPPT-Fan aus Graz blieb zum zweiten Mal der Verhandlung fern. Keine wirkliche Überraschung, denn „OPPT-Anhänger“ lehnen die österreichische Rechtsordnung ab und wollen selbst Richter spielen, wie der Vorfall im Jahr 2014 in Hollenbach im Bezirk Waidhofen aufzeigt.

Ein Großeinsatz der Polizei löste den damals selbst ernannten Gerichtshof auf und nahm zahlreiche renitente Mitglieder fest. So auch den Grazer, der in Abwesenheit zu einer einjährigen Bewährungsstrafe verurteilt wurde.