Erstellt am 25. November 2015, 14:08

von Thomas Werth

Der Aufenthalt im Spital wird kürzer. Die Zahl der stationären Behandlungen sank im Vorjahr, jene der tagesklinischen Aufenthalte ist hingegen gestiegen.

1.212 Mal konnten Patienten nach der Operation das Kremser Spital am selben Tag verlassen.  |  NOEN, NÖN

Das Kremser Universitätsklinikum folgt dem österreichweiten Trend: Die Zahl der Operationen ohne Krankenhaus-Übernachtung ist im Vorjahr von 1.099 auf 1.212 gestiegen. 2012 lag die Anzahl tagesklinischer Aufenthalte erst bei 785.

Dafür ist die Zahl an stationären Aufenthalten von 2012 bis 2014 um knapp 1.000 auf 24.652 gesunken. Auch die Anzahl an Operationen ist gesunken: 2014 waren es 8.262, im Jahr davor 8.445. Der häufigste operative Eingriff war eine Arthroskopie des Kniegelenks, eine Curretage der häufigste Grund für einen tagesklinischen Aufenthalt (siehe dazu Infobox).

Österreichweit war laut Statisitk Austria der häufigste operative Eingriff eine Kataraktoperation („Grauer Star“), gefolgt von Operationen der Haut und des Kniegelenks. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer ist in den vergangenen zehn Jahren von über 7 auf 6,5 Tage gesunken.

Die Zahl der tagesklinisch erbrachten operativen Leistungen stieg seit 2009 um 87,6 Prozent auf 114.251 – damit liegt Österreich aber im OECD-Vergleich weit unter dem Durchschnitt.