Droß

Erstellt am 02. August 2016, 03:30

von Christian Leneis

Viel Glück bei Turmbrand - Schaden „überschaubar“. Gottes Hilfe ortet Pfarrer Paul Sordyl beim Brand im Kirchturm der Wallfahrtskirche Droß: Die Pfarre ist knapp an einer Katastrophe vorbei gegangen.

Pfarrer Paul Sordyl begutachtete die Sicherungsarbeiten am geschädigten Kirchturm.  |  Leneis

Pfarrer Paul Sordyl ist sich sicher: „Der liebe Gott und die Mutter Gottes haben geholfen!“ Anders ist es seiner Ansicht nach nicht zu erklären, dass es nach einem Blitzeinschlag und dem folgenden Brand im Kirchturm der Wallfahrtskirche (die NÖN berichtete) nicht zu wesentlich größeren Schäden gekommen ist.

Wie berichtet, mussten sechs Feuerwehren in den frühen Morgenstunden des 24. Juli nach einem Blitzschlag einen Brand im Kirchturm der Wallfahrtskirche Droß löschen. Nach rund viereinhalb Stunden konnte „Brand Aus“ gegeben werden. Und nach Untersuchungen von Sachverständigen und einem Statiker herrscht jetzt großes Aufatmen: Dank des raschen Eingreifens der Feuerwehren konnte ein größerer Schaden verhindert werden.

„Große Teile der Kirche sind aus Holz“, berichtet der Pfarrer. „Wie leicht hätte der Brand auf das Kirchenschiff übergreifen können!“ Dann wäre die Kirche wohl gänzlich vernichtet worden...

Die Kirche kann schon wieder benützt werden

In der Kirche selbst sind die Schäden relativ gering: Es sind lediglich Wasserschäden in der Taufkapelle unter dem Kirchturm und im Presbyterium zu verzeichnen. Im Eingangsbereich sind durch die Wucht des Blitzeinschlages kleinere Teile des Verputzes von der Wand gefallen. Auch ein größerer Teil der Dachziegel am Kirchendach wurde beschädigt.

Der Dachstuhl selbst ist in Ordnung. Aber die Pfarre ist derzeit ohne Strom: Die gesamte elektrische Anlage wurde zerstört und muss erneuert werden. Am vergangenen Sonntag wurde die Kirche auch schon wieder benützt: Ohne Orgelmusik und lediglich mit Kerzenbeleuchtung zelebrierte Pfarrer Paul Sordyl wieder einen Gottesdienst.

Am Tag nach dem Brand entfernte die Feuerwehr Krems das Turmkreuz vom einsturzgefährdeten Kirchdach.  |  FF Krems/Wimmer

Schlimmer schaut es im Kirchturm aus: Der halbe Dachstuhl ist abgebrannt. Das Turmkreuz musste wegen Einsturzgefahr entfernt werden. Dank einer Beton-Zwischendecke – die große Schäden aufweist – sind die Glocken aber heil geblieben.

Eine Sperre des Platzes rund um die Kirche konnte nach Sicherungsarbeiten wieder aufgehoben werden: Die Einsturzgefahr ist gebannt. Die Höhe des Schadens steht noch nicht fest, Pfarrer Sordyl hofft aber, dass er weitgehend durch Versicherungen gedeckt ist. Bischof Klaus Küng und Generalvikar Eduard Gruber haben der Pfarre Hilfeleistungen zugesagt.