Erstellt am 06. Mai 2016, 04:34

von Gertrude Schopf

Dürnsteiner Rathaus vor der Stadt: Viel Für und Wider. FPÖ- und SPÖ-Fraktion forcieren ein barrierefreies Rathaus vor der Stadt. „Das falsche Signal“, befindet die ÖVP.

Dürnstein Winter  |  NOEN, Gregor Semrad

Seit Mitte des 16. Jahrhunderts befindet sich das Rathaus im historischen Gebäude Nummer 25 mitten in der Altstadt. Die Tradition brechen und ausziehen – diese Option ist für manche Gemeinderäte schon längst fällig.

Mit der „Beengtheit der Räumlichkeiten und der schweren Zugänglichkeit“ argumentiert FPÖ-Stadtrat Helmuth Weiss schon seit Jahren eine Übersiedlung in das Haus Nummer 132 („Hallergarten“) vor der Stadt, wo der Veranstaltungssaal neben dem Nahversorger-Geschäft als Amtsräumlichkeiten zu adaptieren wäre. Trauungen müssten natürlich weiterhin im alten Rathaus stattfinden. Nun stellten FPÖ und SPÖ einen gemeinsamen „Übersiedlungs-Antrag“ im Gemeinderat.

„Ein vollkommen falsches Signal"

„Ein vollkommen falsches Signal. Gerade das Rathaus muss im historischen Zentrum bleiben“, findet Bürgermeister Johann Schmidl und verweist auf die Arbeitsgruppe „Belebung der Altstadt“, die es seit einigen Jahren gibt - deren Vorsitz führt übrigens Stadtrat Weiss. „Gemeinde- und Standesamt-Agenden sollten außerdem nicht auseinanderdividiert werden“, so Vizebürgermeister Emmerich Knoll.

Auf Initiative von Dorferneuerungs-Betreuerin Lieselotte Jilka wurde bereits ein Plan erstellt, wie das Rathaus in der Innenstadt zukunftsfit gemacht werden kann. „Knackpunkt ist natürlich der Einbau eines Lifts –  da gibt es eine Möglichkeit“, so Schmidl. Weiters könnte der Raum im Erdgeschoß als Bürgerservice umgebaut werden – als Probenlokal könnten die Blasmusiker im Gegenzug den Veranstaltungssaal im Haus „Hallergarten“ nutzen.