Erstellt am 24. November 2015, 04:58

von Petra Vock

"Einer von uns": Film "kehrte heim". Der Film "Einer von uns" feierte im Kesselhaus NÖ-Premiere. Anwesend war auch Bezirkspolizeichef Manfred Matousovsky.

Kerstin Parth (Kesselhaus), Christopher Schärf, Stephan Richter (Regisseur), Jack Hofer (aus Gedersdorf, Schüler des BRG Krems), Simon Morze, Dominik Singer  |  NOEN, Foto: Johann Lechner

Es war eine besondere Premiere: Mit der NÖ Erstaufführung von "Einer von uns“ kehrte der Film an seinen Ursprungsort zurück, wie Regisseur Stephan Richter im voll besetzten Kesselhauskino betonte.

Ein bisschen nervös sei er schon, gab Richter vor der Premiere zu, immerhin treffe er in Krems wohl auf sein kritischstes Publikum. Er betonte erneut, dass sein Film zwar auf der Erschießung des 14-jährigen Florian P. im Merkur-Markt in Lerchenfeld beruht, die Figuren jedoch nicht eins zu eins die realen Personen abbilden sollen.

Exekutive ist "von einem Fehlalarm ausgegangen"

Am Filmgespräch im Anschluss nahmen auch vier der Schauspieler teil und ernteten für ihr überzeugendes Spiel viel Beifall: Christopher Schärf, Simon Morzé, Dominic Marcus Singer und Hauptdarsteller Jack Hofer, für den es ein „Heimspiel“ war. Er ist aus Gedersdorf und geht in Krems ins BRG.

Unter den Gästen war auch Bezirkspolizeichef Manfred Matousovsky. Er meldete sich zu Wort, als die Frage aufkam, warum die beiden Polizeibeamten keine Verstärkung gerufen hätten: „Diese Ressourcen gibt es am Land nicht, und man ist von einem Fehlalarm ausgegangen.“ Er sei jedoch froh, dass im Film „das Bild der Polizei, anders als ich befürchtet hatte, ziemlich herausgehalten wurde“.

„Only god can judge me“, lautet ein Graffito aus Lerchenfeld, das im Film zu sehen ist. Das gilt auch für die harten Urteile, die teilweise von der Gesellschaft über die Jugendlichen gefällt wurden: Ein 14-Jähriger könne gar nicht so viel falsch machen, dass man seinen Tod damit rechtfertigen dürfte, so Richter.

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