Erstellt am 05. Oktober 2015, 08:03

von Thomas Werth

Elisabeth Resch: Mittendrin beim Weltgipfel. Elisabeth Resch war bei der 70. UN-Generalversammlung in New York als offizielle Jugenddelegierte sowie als Teil des Organisatoren-Teams im Einsatz.

Viele Staatsoberhäupter hat Elisabeth Resch bei der 70. UN-Generalversammlung in New York getroffen beziehungsweise kennengelernt, etwa Boliviens Präsident Evo Morales (Bild). Foto: privat  |  NOEN, privat
Was haben 160 Staatsoberhäupter – von Barack Obama bis Heinz Fischer –, Papst Franziskus, Friedensnobelpreisträgerin Malala, Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und die Kremser Bürgermeister-Tochter Elisabeth Resch gemeinsam?

Sie alle waren bei der 70. UN-Generalversammlung in New York dabei, bei der unter anderem die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung (ein weltweit geltender Katalog von 17 globalen Nachhaltigkeitszielen) beschlossen wurde. Was für Obama und Co. wohl Routine ist, war für Resch freilich ein unvergessliches Erlebnis.

„Ich fühle mich unglaublich geehrt, die Chance
zu haben, bei einem solchen Event so involviert
gewesen zu sein.“
Elisabeth Resch

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Die Jus-Absolventin verdankt der Einladung einem Praktikum an der UNO im Team von Amina Mohammed, der Sonderbeauftragten von UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon. Sie durfte dort seit März täglich im 37. Stock des Hauptgebäudes – genau einen Stock unterhalb von Ban Ki Moon – mit Aussicht auf Empire State Building und Chrysler Building arbeiten.

„Obwohl mein Praktikum offiziell Ende Juni geendet hat, bin ich im September zur Unterstützung des Teams für rund zwei Wochen nach New York zurückgekommen, um ganz vorne bei diesem Weltereignis und Meilenstein der internationalen Entwicklungspolitik dabei zu sein“, erklärt Resch.

Beim Weltgipfel war sie in zweierlei Rollen vertreten. Einerseits in Amina Mohammeds Team, das die Führungsposition bei der Organisation des Gipfels übernommen hat (Resch: „Dementsprechend war auch unglaublich viel zu tun“), andererseits war sie als österreichische UN-Jugenddelegierte eine von 193 anwesenden Jugendliche aus allen Mitgliedsstaaten.

In letztgenannter Funktion war sie eine von 193 blauen Laternen-Trägerinnen, die nach einer bewegenden Rede Malalas die Stimme der Jugend symbolisierten. Außerdem konnte sie den Reden von Obama, Putin, Fischer und Co. lauschen.

Auf Festival mit den bekanntesten Promis

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Weiters durfte Resch auch zum Global Citizen Festival im Central Park, wo die Entwicklungsziele einem breiten Publikum bekannt gemacht wurden.

Resch: „Unglaublich viele Berühmtheiten waren vor Ort, um ihre Unterstützung zu versprechen – von Michelle Obama über US-Vizepräsident Joe Biden bis zu Schauspielerin Selma Hayek und Bill Gates.“

Dazu gab es musikalische Auftritte von Beyoncé, Ed Sheeran, Coldplay, Pearl Jam und vielen mehr. „Meine Celebrity-Liste ist nun ziemlich lange geworden“, scherzt Resch.

Trotz der Strapazen (teilweise gab es nur bis zu drei Stunden Schlaf) spürt sie aber keinerlei Müdigkeit: „Ich glaube, ich kann noch immer nicht ganz verarbeiten, was ich alles an diesem Wochenende erlebt habe und welches Abkommen die Mitgliedsstaaten endlich verabschiedet haben. Ich fühle mich unglaublich geehrt, die Chance zu haben, bei einem solchen Event so involviert gewesen zu sein.“