Krems

Erstellt am 18. Juli 2017, 04:06

von Thomas Werth

Kremser Pfarrplatz: Bäume, Bänke oder Wasserspiele?. Die Idee eines ständigen Markts am Pfarrplatz findet viele Sympathisanten. Die Grünen sehen aber auch bei anderen Plätzen Aufholbedarf, für ÖVP sollen „die Profis ran“.

Salzburger Wasserspiele auch für Krems?  |  privat

Den Pfarrplatz ständig mit einem Markt zu bespielen und ihn noch dazu autofrei zu machen – diese Idee, über die die NÖN in der Vorwoche berichtet hat  (siehe auch unten), hat viele Sympathisanten. Bei einer NÖN-Online-Umfrage sind zwei Drittel davon überzeugt, dass die Maßnahme, Autos vom Pfarrplatz zu verbannen, gut wäre (siehe unten).

Auch politisch findet die Markt-Vision, die an den Marienmarkt in Wiener Neustadt angelehnt ist, Freunde.

Die Grünen haben sogar bereits eine Skizze für Bäume mit Sitzgelegenheiten anfertigen lassen.  |  privat

Wie berichtet, könnte für SP-Stadtchef Reinhard Resch im Zusammenwirken mit einer attraktiven Gestaltung der Stände der Markt in einer autofreien Zone sehr attraktiv werden. Der für das Marktwesen zuständige FP-Stadtrat Werner Friedl möchte zumindest die Machbarkeit eines ständigen Marktes untersuchen lassen.

Auch die ÖVP sieht in einer fix installierten Marktstruktur als Wohlfühlort, an dem regionale Spezialitäten angeboten werden, ein wichtiges Projekt. „Aber wir haben einen kompetenten Baudirektor und eine Stadtplanung. Dort sind die Profis, die sich das anschauen sollten und ein Projekt entwickeln können“, spielt Stadtparteiobmann Thomas Höhrhan den Ball von der Politik an den Magistrat.

Bäume und Bänke nach Wiener Vorbild?

Für Grün-Gemeinderätin Sandra Mayer darf die Diskussion nicht nur einzelne Plätze umfassen, sondern es gehe um eine generelle Revitalisierung der Innenstadt. „Abgesehen vom Pfarrplatz fehlt mittlerweile jegliches Grün, wodurch sich die Innenstadt aufheizt und das vielgeliebte ,Lüfterl‘ fehlt.“ Ihre Idee: Bäume in Containern mit Sitzgelegenheiten, wie es sie etwa in der Mariahilfer Straße in Wien gibt.

„Diese Sitzgelegenheiten werden gerne genutzt, an schönen Tagen ist eigentlich kein Platz mehr dort frei“, so Mayer. Auch die Salzburger Lösung mit Springbrunnen aus dem Boden, die in den Sommermonaten für ein angenehmes Klima sorgen sollen, sind laut Mayer Optionen für Krems. „Wir können unsere Plätze nur dann wiederbeleben, wenn wir etwas bieten, das die Menschen zum Bleiben und Rasten einlädt“, ist Mayer überzeugt.

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