Krems

Erstellt am 20. April 2017, 06:14

von Thomas Werth

Neues Angebot: In der Kutsche durch Krems. Thomas und Michael Wolf bieten ab sofort Fiaker-Fahrten durch Krems und die Region an. Vor allem Touristen, aber auch Hochzeitsgäste zählen sie zu ihrer Zielgruppe.

Mit den Schimmeln „Logik“ und „Szanza“ sind die Gebrüder Wolf derzeit unterwegs. Bald soll es auch eine zweite Kutsche geben.  |  Johannes Klug

Wer auf der Kutsche durch die Stadt oder durch die Wachau reisen möchte, der hat ab sofort die Möglichkeit dazu. Thomas und Michael Wolf haben sich selbstständig gemacht und die „Kremser Fiaker“ ins Leben gerufen. Die Brüder, die beide als Fiaker in Wien Erfahrung gesammelt haben, sind vorerst mit den beiden Schimmeln „Logik“ und „Szanza“ unterwegs.

Michael (45) und Thomas (43) Wolf sammelten in Wien Praxis als Fiaker und sind nun in und rund um Krems unterwegs. Foto: Johannes Klug  |  Johannes Klug

Und für die beiden kam nur diese Region für ihr Vorhaben infrage. „Ich habe selbst bis vor zwölf Jahren in Krems gelebt – zusammen mit der wunderbaren Region hat alles dafür gesprochen, dass wir hier die Fahrten anbieten“, erklärt Thomas Wolf.

Bereits in naher Zukunft wollen die beiden eine zweite Kutsche ins Angebot aufnehmen, der Stellplatz in Gneixendorf würde aber auch Platz für mehr Pferde bieten.

Das Wohl der Pferde liegt ihnen am Herzen

Ansprechen wollen sie vor allem Touristen. „Wir sind daher auch mit Hoteliers und Gastronomen in Kontakt und freuen uns, dass wir so positiv in der Region aufgenommen werden“, erzählen die Brüder.

Angeboten werden kleine und große Fahrten durch die Altstädte Krems und Stein sowie mehrstündige Rundfahrten mit selbst definierten Zielen. „Wir fahren in die Wachau genauso wie ins Kamptal oder Kremstal“, erzählt Wolf. Auch eine Hochzeitskutsche befindet sich im Angebot der beiden. In der Nebensaison wollen sie wiederum mit Fahrten zu Adventmärkten oder Kellergassenfesten Umsatz machen.

Das Wohl der Tiere, so betonen sie, liegt ihnen freilich am Herzen. „Sie sind schließlich unser Kapital“, so Thomas Wolf, der betont: „Es ist das Beste für Pferde, sie regelmäßig zu beschäftigen.“ Dabei werde es aber ausreichend Ruhezeiten geben und bei schlechter Witterung auf Ausfahrten verzichtet.

In Krems soll es künftig zwei Stellplätze geben. Jener bei der Schiffstation soll bereits fixiert sein, Gespräche für einen Standplatz am Südtirolerplatz laufen mit der Stadt. Kurios: Bereits 2013 hat es in Steinertor-Nähe Halteverbotsschilder wegen Fiakerfahrten gegeben, allerdings waren damals weit und breit keine Fiaker in Sicht – das Schild wurde daher abmontiert.