Langenlois

Erstellt am 20. Oktober 2016, 01:21

von Gertrude Schopf

Kinderleben auf dem Land: Neue Doku. Anna Thaller hat in ihrem neuen Film festgehalten, was die Kinder in den 50er und 60er Jahren auf dem Land so trieben.

Anna Thaller erinnert in ihrem neuen Film an die Kindheit auf dem Land.  |  NOEN, Lechner

Die Vergangenheit im Film festhalten und wieder aufleben lassen: Diese Idee hat Anna Thaller schon in ihrer Dokumentation „Körndlbauern & Zegerltrager“ verwirklicht. In der Doku wurde die Arbeit im Weinbau und in der Landwirtschaft in den 50er und 60er Jahren der heutigen gegenübergestellt. Die Film- und Schnittarbeiten führte Andrea Müller durch, Drehbuch und Pressetext kamen von Helga-Maria Wolf (frühere Sendungsleiterin für Volkskultur beim ORF).

Szene aus „Roafen treiben & Kuchl ausreiben“.  |  NOEN, privat

„Der Erfolg und das große Interesse der Leute an diesem Zeitdokument haben mich veranlasst, mich an ein neues Thema zu wagen“, berichtet Thaller von ihrem jüngsten Projekt: dem Film „Roafen treiben & Kuchl ausreiben – Kinderleben auf dem Land“. Kinderszenen (Spiele, Hausarbeit, Schule, ...) wurden nachgestellt, Zeitzeugen erzählen aus ihren Erinnerungen, alte Fotos und Utensilien wurden eingearbeitet.

Da erfährt man, wie früher alte Mäntel gewendet und neu genäht, wie aus der Wolle von aufgetrennten Pullovern neue gestrickt wurden. Oder wie die Kinder als Zeitvertreib einen Bach zu einer „Schwö“ aufstauen. Oder dass damals Kinderarbeit ganz selbstverständlich war, dass man in Haus und Hof mithelfen musste. „Die Familie Hörmann aus Langenlois hat mir einige Szenen aus ihren privaten Familienfilmen zur Verfügung gestellt“, bedankt sich Thaller. Als „Mitarbeiterinnen“ standen ihr wieder Andrea Müller und Helga-Maria Wolf zur Seite. „Es wurde wieder ein Zeitdokument, das mit den Jahren immer interessanter werden kann“, so Thaller.