Erstellt am 13. Mai 2016, 04:44

von Thomas Werth

Finanzamt Krems: Ärger wegen Wartezeit. Eine Telefon-Odyssee hat ein Langenloiser hinter sich: Für kurze Anfrage musste er 35 Minuten in Warteschleife ausharren.

Eine zentrale Nummer soll die verkürzten Öffnungszeiten der Finanzämter kompensieren. Die Erfahrungen eines Langenloisers waren aber negativ.  |  NOEN, Lechner

Seit rund fünf Monaten haben Finanzämter nachmittags nur mehr am Donnerstag geöffnet. Eine zentrale Telefonnummer soll dies kompensieren. Dass dies nicht immer gelingt, kann ein Langenloiser bestätigen.

„Ich wählte die Finanzamt-Nummer 050/233233. Zuerst nahm ein Mitarbeiter aus Kärnten meinen Anruf entgegen. Als er hörte, worum es ging, sagte er mir, ich solle 050/233233 anrufen...“ Also wählte der Mann wieder diese Nummer. „Dieses Mal kam ich zu jemandem in Vorarlberg.“ Erst beim dritten Versuch konnte ihm geholfen werden. „Ein netter Mitarbeiter aus Oberösterreich hat mir eine Nummer für das Finanzamt Waldviertel gegeben“, erklärt er.

Anliegen war in zwei Minuten erledigt

Dort wurde sein Anruf von einer Frau entgegengenommen. „Sie wollte mich weiterverbinden. Das hat aber erst beim dritten Versuch geklappt. Dazwischen habe ich jeweils drei Minuten vergeblich gewartet.“ Insgesamt habe er 35 Minuten am Telefon verbracht. „Für ein Anliegen rund um einen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb, dass 5,52 Euro ausmacht und in zwei Minuten erledigt war.“

Johannes Pasquali, Sprecher des Finanzministeriums, bedauert den Vorfall. „Ich biete dem Herren an, dass wir dem nachgehen.“ Pasquali betont, dass es eine österreichweite Ringschaltung gibt. „Die Kollegen haben bei Angelegenheiten wie die Arbeitnehmerveranlagung denselben Wissenstand wie jene vor Ort. Die durchschnittliche Wartezeit beträgt zwei Minuten.“ Er verweist zudem auf die Möglichkeit, via Finanzonline Anfragen zu stellen.