Erstellt am 25. Dezember 2015, 00:08

von Udo Sagl

Flüchtlinge: Nur jeder Zehnte darf arbeiten. Beim AMS Krems sind derzeit 30 anerkannte Asylanten vorgemerkt. Sie müssen vorerst einmal Deutsch lernen.

Die große Welle kommt erst: Beim Arbeitsmarktservice Krems spielen Flüchtlinge derzeit noch keine wesentliche Rolle. Und das, obwohl in der Region Krems mehrere hundert Asylwerber leben, 130 davon in Krems-Stadt.

„Bei praktisch all diesen Personen läuft noch das Asylverfahren. Das kann mehrere Monate dauern“, erklärt AMS-Leiter Erwin Kischenhofer. „Solange das Verfahren noch nicht abgeschlossen ist, gibt es auch keine Arbeitserlaubnis.“

In der Praxis heißt das: Derzeit darf sich nur etwa jeder zehnte Flüchtling aktiv auf Jobsuche begeben. Beim AMS Krems sind momentan 30 amtlich anerkannte Asylanten vorgemerkt, neun von ihnen stammen aus Syrien. „Was die Qualifikation betrifft, finden wir bei diesen Leuten die volle Bandbreite“, so Kirschenhofer. „Manche haben nicht einmal einen Pflichtschulabschluss, andere wiederum sind Akademiker.“

Arbeitssuchende Flüchtlinge müssen im Regelfall zunächst einen Deutschkurs absolvieren, ehe sie vermittelt werden. Übrigens: Der Anteil von Asylanten an der Zahl der Arbeitslosen liegt in Krems lediglich bei etwa 0,1 Prozent – insgesamt sind rund 3.000 Menschen ohne Beschäftigung.