Erstellt am 31. März 2016, 04:14

von Thomas Werth

Folge einer Attacke: Hunde abgenommen. Als Folge der Attacken zweier Hunde wurden diese der Besitzerin behördlich abgenommen. Sie sind nun im Kremser Tierheim.

Im Brucker Tierheim ist man entsetzt: Zwei Spendenboxen wurden gestohlen.  |  NOEN, Burggraf

Jene zwei Hunde, die den Havaneser Romeo totgebissen und auch seine Besitzerin verletzt haben, sind seit Dienstag der Vorwoche im Kremser Tierheim. „Die Vorgehensweise ist durch das NÖ Hundehaltegesetz klar geregelt“, erklärt Magistratsdirektor Karl Hallbauer die Hundeabnahme. Denn Hunde, die andere verletzen, seien per Bescheid als „auffällig“ zu betrachten. „Für solche Hunde ist eine spezielle Haltung notwendig. Das wurde überprüft“, schildert Hallbauer.

Da die Halterin diese Voraussetzung aber nicht erfüllen konnte, wurden ihr die beiden Hunde abgenommen – was die Frau allerdings nicht hinnehmen wollte: Nachbarn berichten von wüsten Beschimpfungen gegen die Behördenvertreter.

Andere Hunde nicht betroffen

Nicht betroffen sind aber die anderen Hunde (drei weitere Vierbeiner sollen sich noch auf ihrem Grundstück aufhalten). „Die Abnahme gilt nur dort, wo bestimmte Voraussetzungen vorhanden sind und nur für spezielle Hunde“, erklärt Hallbauer. Jedenfalls muss die Hundehalterin noch mit einer Anzeige rechnen.

Wie berichtet, sind die beiden Mischlingshunde am Freitag der Vorwoche aus dem Grundstück ausgebüxt und sollen bereits gegen 15 Uhr im Bereich der Austraße erstmals einen Hund attackiert und eine Frau verletzt haben. Gegen 18.30 Uhr wurde Romeo am Wachtberg schließlich „zerfetzt“, wie dessen geschockte Besitzerin der NÖN schilderte.

Nun sind die beiden Hunde im Tierheim. „Es wird nicht leicht, einen Platz für sie zu finden. Dabei sind sie eigentlich völlig okay, nur komplett unterbeschäftigt“, berichtet Andrea Specht.