Erstellt am 16. Oktober 2015, 05:57

von Thomas Werth

Fünf Anzeigen wegen illegalen Glücksspiels. Fünf Geräte wurden heuer in Kremser Lokalen beschlagnahmt, Strafen von bis zu 10.000 Euro gab es für die Betreiber.

 |  NOEN, Symbolbild

Die Zahl von illegalen Glücksspielautomaten ist heuer in Niederösterreich wieder stark angestiegen. Wie der ORF berichtet, wurden heuer bislang 149 Geräte beschlagnahmt, im gesamten Vorjahr waren es „nur“ 90.

In Krems gab es heuer bislang fünf Anzeigen (jeweils von Privatpersonen), in allen Fällen wurden die illegalen Glücksspielautomaten beschlagnahmt – im Vorjahr waren zwei Automaten betroffen. Die Strafen für die Betreiber betrugen zwischen 3.000 und 10.000 Euro.

Illegale Automaten werden vernichtet

Zuständig für den Vollzug des Glücksspielgesetzes ist der Magistrat beziehungsweise die Bezirkshauptmannschaft, die dann wiederum die Finanzpolizei mit den Erhebungen betraut. „Dort sind die Experten, die sich in diesem Gebiet bestens auskennen“, erklärt Hannes Zimmermann. Das Verwaltungsstrafverfahren obliegt dann wieder der Behörde.

Illegale Automaten werden von der Finanzpolizei vor Ort für den späteren Abtransport plombiert und von Magistratsmitarbeitern beschlagnahmt. Anschließend landen die Geräte am Bauhof, wo sie nach einem Jahr vernichtet werden.

Ruhiger ist es im Bezirk Krems: Heuer gab es einen Fall, im gesamten Vorjahr zwei Anzeigen.


Das kleine Glücksspiel

Das kleine Glücksspiel unterliegt nicht dem Glücksspielmonopol des Bundes und ist durch Landesgesetze näher geregelt. Im Gegensatz zu Wien, wo es Anfang des Jahres verboten wurde, ist es in Niederösterreich weiter erlaubt.

Glücksspielautomaten im Sinne des kleinen Glücksspiels sind Spielautomaten, bei denen pro Spiel nicht mehr als zehn Euro eingesetzt und maximal 10.000 Euro gewonnen werden können.

Die Automaten müssen vom Land unter strengen Auflagen genehmigt werden.