Furth bei Göttweig

Erstellt am 15. Oktober 2016, 04:23

von Jutta Hahslinger

44-Jähriger gibt zu: „Überfall nur eingebildet“. Von dunklen Gestalten schildert Betrunkener der Polizei, wieder ernüchtert gesteht 44-Jähriger Schwindelei.

Von dunklen Gestalten überfallen? Alles nur ausgedacht!  |  Symbolbild

„Schuldig“, bekennt sich der Angestellte (44) im zackigen Ton vor Gericht. Er gibt zu, dass er der Polizei nach einigen Achteln Wein und Weizenbieren einen großen Bären aufgebunden und ein wildes Raubersg’schichterl zum Besten gegeben habe: Er sei am Heimweg in Furth von dunklen Gestalten attackiert und zu Boden gestoßen worden, gab er zunächst zu Protokoll, um wenige Stunden später, wieder ernüchtert, einzugestehen, er habe geschwindelt.

„War Ihnen der alkoholbedingte Sturz peinlich? Wollten Sie das Rausch-Hoppala mit einem Überfall kaschieren?“, will Richterin Michael Marvan eine Erklärung von dem Beschuldigten für das zum Narrenhalten der Polizei. „Ich habe mir den Überfall halt eingebildet“, erklärt der Beschuldigte kleinlaut und erntet damit einen harschen Richterkommentar: „Die Polizei hat Besseres zu tun, als imaginären Tätern nachzujagen.“

„Ja, es war ein großer Fehler“, zeigt sich der 44-Jährige einsichtig. Der Fehler kommt dem bislang Unbescholtenen teuer: 1.080 Euro Geldstrafe oder 90 Tage Arrest wegen Vortäuschens einer Straftat, falscher Beweisaussage und Vergehen nach dem Notzeichengesetz. Nicht rechtskräftig.