Krems

Erstellt am 16. Mai 2017, 04:44

von Karl Pröglhöf

Zwist um Vize in der Kremser SPÖ. Die politische Zukunft des derzeitigen 2. Vizebürgermeisters Gottfried Haselmayer ist ungewiss. Nach einer Aussprache heißt es nur: „Kein Kommentar!“

Vizebürgermeister Gottfried Haselmayer  |  NÖN-Archiv

Offiziell bestätigt wird die Angelegenheit nicht, aber in der SPÖ dürfte der Haussegen gerade etwas schief hängen. Es geht dabei um die Erstellung der Kandidatenliste für die Gemeinderatswahl im Oktober und dabei speziell um die Person von Vizebürgermeister Gottfried Haselmayer.

Bürgermeister Reinhard Resch. Foto: Archiv  |  Archiv

Demnach habe es kürzlich eine Aussprache mit Bürgermeister Reinhard Resch über eine Wiederkandidatur des für Bauangelegenheiten zuständigen Haselmayer gegeben. Während von Haselmayer, eben 69 Jahre alt geworden und Vorsitzender der SPÖ-Sektion Altstadt, ein klares „Ja“ gekommen sein soll, dürfte der Stadtchef eher andere Pläne verfolgen.

„Kein Kommentar!“, kommt dazu von beiden Seiten.

Stadtparteivorsitzende Eva Hollerer: „An den Vorwürfen ist nichts Wahres dran.“ Foto: Archiv  |  NOEN

Stadtparteivorsitzende Eva Hollerer „weiß zum jetzigen Zeitpunkt auch nur, dass es ein Gespräch gegeben hat“. Für sie besteht derzeit kein Handlungsbedarf. Sie räumt aber ein, dass Spitzenkandidat Resch weitgehend freie Hand bei der Erstellung seines Wunschteams habe.

Dabei kommt die Personal- und Sozialstadträtin selbst ins Spiel. Sie rangierte auf der Kandidatenliste des Jahres 2012 bereits an der zweiten Stelle hinter Resch – eigentlich ein Indiz, dass sie als Vizebürgermeisterin vorgesehen war.

In den parteiinternen Verhandlungen warf Haselmayer, seit 2001 im Gemeinderat, sein Gewicht gegenüber der Neueinsteigerin Hollerer in die Waagschale – und wurde 2. Vizebürgermeister.