Senftenberg , Krems

Erstellt am 23. August 2016, 05:05

von Jutta Hahslinger

Senftenberger hortete 600.000 Kinderpornos. G‘schamig zeigt sich Senftenberger, als es vor Gericht um seine Vorliebe für unzüchtige Kinderbilder geht. Er will keine Zuhörer.

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Neben österreichweiten Zugriffen ging den Internet-Fahndern von Kinderpornos auch im Bezirk Krems ein dicker Fisch ins Netz. Bei einem 38-jährigen Senftenberger fanden die Ermittler an die 600.000 Dateien mit pornografischen Darstellungen von Minderjährigen und Unmündigen.

Hatte der 38-Jährige in anonymer Position keinerlei Hemmungen sich an Kinderpornos zu verlustieren, die Dateien zu speichern und über verschiedene Internetplattformen anderen Personen zum Download bereitzustellen, ist ihm das öffentlich stattfindende Strafverfahren am Landesgericht Krems sichtlich peinlich.

„Schutzwürdige Interessen, Erörterungen aus dem persönlichen Lebensbereich des Angeklagten.“

Begründung von Richterin Monika Fasching-Lattus für den Ausschluss der Öffentlichkeit.

Er will keine Zuhörer, wenn er seine Schandtaten im Netz vor Richterin Monika Fasching-Lattus beichten muss. Die Strafrichterin kommt dem Antrag auf Ausschluss der Öffentlichkeit nach. Erst bei der Urteilsverkündung ist die Öffentlichkeit wieder zugelassen.

Der Senftenberger wird wegen der Vergehen der pornografischen Darstellung mit Unmündigen und Minderjährigen zu neun Monaten auf Bewährung und einer unbedingten Geldstrafe von 9.000 e verurteilt. Weiters muss er sich einer Psychotherapie unterziehen.