Krems

Erstellt am 18. Juli 2017, 04:44

von Udo Sagl

Pech für Tresorknacker: Bankomat „zu dick“. Gescheiterter Coup in der Raiffeisenbank Straß: Zwei Männer gingen mit einem Schweißgerät ans Werk und lösten dabei Alarm aus.

Ende gut, alles gut! Karin Maier von der Raiffeisenbank Straß zeigt den massiv gebauten Geldautomaten: „Die neueren Geräte sind schon sehr stabil und gut gegen Einbrüche gesichert.“  |  Johann Lechner

Die „Geisterstunde“ brachte ihnen kein Glück. Zwei junge Weinviertler wollten in der Nacht auf Donnerstag den Geldautomaten der Raiffeisenbank Straß knacken und scheiterten dabei kläglich.

Metallwände stärker als erwartet

Es war Mitternacht, als sich die Männer mit einer Autogen-Schweißanlage ins Foyer schlichen, um dann gleich ans Werk zu gehen. Sie versuchten, den Bankomat-Tresor aufzubrechen, was aber mit großen Problemen verbunden war. Die Metallwände erwiesen sich als wesentlich stärker als erwartet. Nach zehn Minuten mussten die Verbrecher einsehen, dass sie keine Chance hatten, an das Geld zu kommen. Sie wollten aufgeben und unverrichteter Dinge flüchten, wussten aber nicht, dass sie bereits den „stillen“ Alarm ausgelöst hatten.

Als die maskierten Männer gerade ihr Einbruchswerkzeug zusammenpacken wollten, war auch schon die Polizei mit einem Streifenwagen zur Stelle. Zwei Beamte griffen ein und legten einen der Täter, einen 25-Jährigen aus dem Bezirk Hollabrunn, in Handschellen.

Seinem 27-jährigen Komplizen gelang zunächst die Flucht. Er wurde wenige Stunden später von Beamten des Landeskriminalamts geschnappt. Auch er stammt aus dem Bezirk Hollabrunn. Ausgangspunkt weiterer Ermittlungen: Am Fahrzeug der Einbrecher waren gestohlene Kennzeichen montiert.

Die Bankstelle Straß ist eine Filiale der Raiffeisenbank Lan genlois. Geschäftsleiter Hannes Rauscher dankte der Exekutive höchstpersönlich für den Fahndungserfolg: „Vor allem das vorbildliche und rasche Einschreiten der Polizei Hadersdorf hat zur prompten Klärung des Falles geführt.“