Erstellt am 24. Mai 2016, 04:04

Hofer „verlor“ sechs Orte. Die nach dem ersten Wahlgang bis auf Maria Laach durchgehend blau eingefärbte Karte des Bezirks zeigt jetzt auch mehrere grüne Flecken.

Norbert Hofer  |  NOEN, APA

So Kopf an Kopf wie bei der Bundespräsidenten-Stichwahl vor der Auszählung der Wahlkarten auf Bundesebene, ist es in Stadt und Bezirk Krems nicht gelaufen.

Alexander Van der Bellen konnte die Stadt Krems nach dem 2. Platz vor vier Wochen doch für sich gewinnen. Er legte von 21,5 auf 51,6 Prozent zu, Norbert Hofer kam auf 48,4 Prozent, zuletzt 34,4 Prozent. Nach der Auszählung der 1.882 Wahlkarten hat sich das Ergebnis zugunsten Van der Bellens verbessert. Der Abstand beträgt nun knapp über 6 Prozent (53,1 : 46,9)

In den 30 Bezirksgemeinden hat in Summe FPÖ-Kandidat Norbert Hofer deutlich die Nase vorne, wenngleich nicht mehr so eindeutig wie im ersten Wahlgang, als nur in Maria Laach ÖVP-Kandidat Andreas Khol mehr Zuspruch als Hofer und die anderen Anwärter hatte. Maria Laach ist diesmal (57,9 Prozent) eindeutig im Hofer-Lager.

Mit Werten knapp über 50 Prozent

Jetzt hat Van der Bellen Dürnstein, Furth, Rohrendorf, Rossatz-Arnsdorf und Weißenkirchen für sich gewonnen, wenngleich nur mit Werten knapp über der 50-Prozent-Marke.

Umgekehrt sind die Wahlerfolge Norbert Hofers in bisherigen Hochburgen der ÖVP überdeutlich ausgefallen: Mehr als 70 Prozent der Stimmen entfielen in Krumau, Lichtenau, Rastenfeld und Weinzierl auf ihn.

Hofer bekam zudem in den SPÖ-regierten Gemeinden Lengenfeld (deutlich) und Paudorf (vergleichsweise knapp) den Vorzug.

Extrem eng ist es in Mautern zugegangen. Dort war Hofer um nur fünf Stimmen voran!

57 Prozent der Wahlkarten für Van der Bellen

Wenngleich die Ausgangslage schwer vergleichbar ist, weil gegenüber dem 1. Wahlgang vier Anwärter nicht mehr dabei sein konnten, zeigt sich, dass Hofer in Krumau und Lichtenau mit einem Plus von mehr als 30 Prozentpunkten am meisten zulegen konnte.

Van der Bellen hat die größten Zuwächse über 35 Prozentpunkten in Dürnstein, Furth, Rossatz-Arnsdorf und Weißenkirchen erzielt.

Die Wahlbeteiligung lag bei frühsommerlichem Wetter in der Stadt mit 65,8 Prozent unwesentlich (+0,3) über dem Wert des ersten Wahlganges. Im Bezirk ist sie von 74 auf 71,9 Prozent gesunken.

Die Auswertung der 4.670 Wahlkarten bei der Bezirkshauptmannschaft wurde knapp vor Redaktionsschluss abgeschlossen. Davon entfielen 57 Prozent auf Van der Bellen, 43 Prozent auf Hofer, der in Summe mit 54,7:45,3 vorne bleibt.