Erstellt am 29. Dezember 2015, 04:23

von Udo Sagl

Horror: Frau war acht Stunden im Wrack gefangen. Der klassische Albtraum beim Autofahren: Unfall, Verletzung, keine Handyverbindung! Eine 74-jährige Lenkerin musste in der Dunkelheit schreckliche Todesängste durchstehen.

Bruchlandung im Wald: Die Lenkerin hatte trotz der späten Hilfe einen Schutzengel und ist außer Lebensgefahr. Foto: Feuerwehr  |  NOEN, Feuerwehr

Es war schon längst stockfinster, als Theresia G. (74) aus Steinegg mit ihrem Auto nach Hause fahren wollte. Auf der sehr engen, kurvenreichen Straße zwischen St. Leonhard und ihrem Wohnort passierte es dann: Durch Übermüdung der Lenkerin kam das Auto gegen 17.30 Uhr von der Fahrbahn ab. Damit nahm der Horror seinen Anfang.

Das Auto landete im angrenzenden Wald und krachte dort auf einer Böschung gegen einen Baum. So heftig, dass die verletzte Frau im Wrack eingeklemmt wurde und regelrecht gefangen war.

Nebel trübte die Sicht

In der Folge sollte es rund acht Stunden (!) dauern, bis die verzweifelte Pensionistin gefunden wurde. Denn an der Unfallstelle gibt es keine Handy-Verbindung. Außerdem war es in dieser Nacht so extrem nebelig, dass kein einziger der vorbeifahrenden Autolenker das Wrack bemerkte.

So musste Theresia G. schreckliche Todesängste durchstehen – bis etwa 2 Uhr. Dann endlich wurde die Frau von ihrer Tochter und vom Schwiegersohn aufgespürt. Sie hatten sich auf die Suche gemacht. Schließlich kamen Feuerwehr und Rettung zum Einsatz, um G. zu befreien und ins Spital einzuliefern. Sie ist außer Lebensgefahr.