Erstellt am 18. Oktober 2016, 05:11

von Gertrude Schopf

Trinkgeld auf Rechnung. Zehn Prozent Trinkgeld geben - eine Option für Restaurantgäste in der „Hofmeisterei“ und im Schloss Dürnstein.

Hartmuth Rameder, Chef der „Hofmeisterei Hirtzberger“.  |  NOEN, Lechner/Archiv

„Ab dem 1. September 2016 ist in allen unseren Preisen im Restaurant das Trinkgeld schon inkludiert“: Auf der ersten Seite der Speisekarte im Restaurant „Hofmeisterei Hirtzberger“ in Wösendorf wird darauf hingewiesen, dass 10 Prozent der Rechnungssumme als Trinkgeld auf den Endpreis aufgeschlagen werden.

„Sollten Sie dies nicht wünschen, wenden Sie sich bitte an unser Servicepersonal“, steht da weiter, aber „wir sind äußerst positiv überrascht, dass unsere Initiative von den Gästen zu 100 Prozent goutiert wird“, spricht Restaurantchef Hartmuth Rameder von „nur positiven Reaktionen. Die Leute sehen das sehr verständnisvoll.“

Trinkgeld wird auf Mitarbeiter aufgeteilt

Grund für die Initiative, die „auf der ganzen Welt üblich ist, nur bei uns noch nicht“: In der Spitzengastronomie sei in Österreich Trinkgeld in der Höhe von zwei bis drei Prozent üblich, „im Kaffeehaus zahlt man bei kleinen Beträgen prozentmäßig oft weit mehr als zehn Prozent“, argumentiert Rameder. „Wir möchten dazu beitragen, unser gut geschultes Personal fair für die geleistete Arbeit zu entlohnen und letztendlich die Wertschätzung dieses Berufsstandes wieder anzuheben.“

Das Trinkgeld – steuerfrei – wird auf die Mitarbeiter der Küche und des Services aufgeteilt, „der Chef darf sich nichts nehmen“, so Rameder.

Eine ähnliche Regelung gibt es seit einigen Wochen auch im Hotel Schloss Dürnstein. 10 Prozent Trinkgeld sind auf der Restaurant-Rechnung als Vorschlag ausgewiesen, „der Gast kann beim Bezahlen selbst entscheiden, ob er diese Option wählen will“, erklärt Christian Thiery.

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