Erstellt am 16. Dezember 2015, 06:53

von NÖN Redaktion

Zwei Sprachen von klein auf. In Krems gibt es ab Herbst eine zweisprachige katholische Volksschule. Von Anfang an unterrichten zwei Lehrer gemeinsam - einer auf Deutsch, einer auf Englisch.

»Toben macht schlau«: An der International School Krems wird täglich für Bewegung gesorgt.  |  NOEN, IMC

Die Schulstadt Krems ist ab Herbst um ein ganz besonderes Angebot reicher: die International School Krems (ISK). Auf Initiative der Erzdiözese St. Pölten und der IMC FH Krems entsteht mit Unterstützung des Landes und privater Investoren eine zweisprachige, katholische Ganztagsschule.

Neben Grundschule, Unterstufe und Oberstufe wird es erstmals auch die Möglichkeit des Abschlusses des „International Baccalaureate“ geben. Die neue Schule startet mit „Erstklasslern“ im September 2016 am Campus der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule, später soll ein eigenes Schulgebäude entstehen. Der Unterricht erfolgt auf Deutsch und Englisch.

„Gerade in der heutigen Zeit ist es besonders wichtig, ein oder zwei Fremdsprachen fließend zu beherrschen, um im späteren Leben auf dem Arbeitsmarkt die besten Chancen zu haben“, hält Landesrätin Barbara Schwarz das bilinguale Schulangebot für „wegweisend für unser Bundesland“.

„Schule muss mehr auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler und vor allem auch auf die veränderten Arbeits- und Lebensbedingungen in unserer Gesellschaft eingehen“, erklärt Ulrike Prommer, Geschäftsführerin der IMC FH Krems. „Dies erfordert verstärkt individuelles, projektorientiertes und flexibles Lernen. Anstelle von Lernfrust muss Lernfreude stehen. Jeder Schüler hat besondere Fähigkeiten. Diese müssen erkannt werden.“

Bewegung im Schulunterricht

Die ISK bekennt sich als katholische Privatschule zum gelebten Glauben und stellt das christliche Menschenbild und die Würde des Einzelnen in den Mittelpunkt. Unter dem Motto „Toben macht schlau“ wird tägliche Bewegung in den Schulunterricht integriert.

Bei einer maximalen Klassengröße von 20 Schülern werden die Kinder in der Zeit von 8.30 bis 15.30 Uhr von zwei Klassenlehrern unterrichtet, wobei einer Deutsch spricht, der andere Englisch auf muttersprachlichem Niveau. Vorgesehen sind Mehrstufenklassen mit Berücksichtigung des österreichischen Lehrplans, wobei der Schulalltag nicht streng nach Unterrichtsfächern, sondern pädagogisch sinnvoll gestaltet wird.

Eine weitere Besonderheit der ISK, die sich großteils mit Schulgeldern finanziert, ist die Erstellung von individuellen Intelligenz- bzw. Talent-Profilen. Das traditionelle Zeugnis wird durch eine Lernfortschrittsdokumentation ersetzt. Nach der 4., 8. und 9. Schulstufe gibt es auf Wunsch auch Ziffernbeurteilung oder verbale Beurteilung.

Über den Unterricht hinaus werden die Kinder von 7 bis 17 Uhr betreut. Das Schulgeld für die Volksschule ohne Nachmittagsbetreuung kostet monatliche 350 Euro, mit Nachmittagsbetreuung 450 Euro. Die einmalige Einschreibgebühr beträgt 250 Euro. Infos: office@school-krems.ac.at