Erstellt am 16. März 2016, 04:14

von Karl Pröglhöf

Justiz äußert Bedenken. Im Landesgericht befürchtet man, dass durch die neue Verkehrslösung die Sicherheit bei heiklen Prozessen gefährdet ist.

Verkehrsverhandlung für die Neugestaltung des Südtirolerplatzes: Die Straße hinter den Teilnehmern wird es dann nicht mehr geben.  |  NOEN, Lechner

Nächster Schritt zur Umsetzung des Projektes Tiefgarage Südtirolerplatz war am Donnerstag die Verhandlung über die künftige Verkehrsführung. Wie berichtet, sollen die Fahrzeuge vor dem Landesgericht zum einen in die Garage hinab fahren, zum anderen außen vorbei und in einer Schleife vorbei am Café Ulrich wieder in den Stadtgraben kommen.

Etwa 50 Anrainer bekundeten ihr Interesse und äußerten ihre Bedenken, darunter auch ein Vertreter der Justiz. Er argumentierte, dass bei heiklen Prozessen (z. B. Dschihadisten) fallweise Straßensperren aus Sicherheitsgründen notwendig seien. Das werde durch die geplante Neugestaltung der Oberfläche kaum mehr möglich sein.

FPÖ-Stadtrat Werner Friedl widerspricht dem vorwöchigen NÖN-Bericht, in dem Investor Othmar Seidl behauptet hatte, lediglich einer Familie einen Anwaltsbrief auf Unterlassung gewisser Behauptungen geschickt zu haben. Friedl: „Wir haben die Kopien von drei Klagedrohungen gegen aufmüpfige Anrainer und Kritiker in Händen.“

Verkehrsverhandlung für die Neugestaltung des Südtirolerplatzes: Die Straße hinter den Teilnehmern wird es dann nicht mehr geben.