Erstellt am 26. Januar 2016, 04:18

von Petra Vock

Kabarett im „Pi“-Shirt: Freistetter neuer "Science Buster". Der Kremser Astronom Florian Freistetter gehört jetzt zur Stammbelegschaft der „Science Busters“.

Bald regelmäßig im Fernsehen: Florian Freistetter aus Krems.  |  NOEN, Foto: Kumm/Schlie, CC-BY-SA 3.0

um schlagfertige Antworten verlegen: Der Astronom und Blogger Florian Freistetter gehört jetzt als fixes Mitglied zu den „Science Busters“. Als solches würzt er die Astronomie nicht nur mit viel Humor, sondern nimmt auch immer wieder mal auf seine Heimatstadt Bezug – etwa wenn er erklärt, warum unser Sonnensystem das „Krems“ der Milchstraße ist.

Astronom, Blogger und jetzt auch Kabarettist

Das Wissenschaftskabarett „Science Busters“ bestand ursprünglich neben dem Kabarettisten Martin Puntigam aus den beiden Physikern Heinz Oberhummer († 2015) und Werner Gruber. „Es war schon seit längerer Zeit der Wunsch von Heinz Oberhummer, die ,Science Busters‘ auch für andere Wissenschaftler zu öffnen“, erzählt Freistetter im Gespräch mit der NÖN.

So kam es dazu, dass der Kremser Astronom im Mai 2015 erstmals mit Puntigam und Oberhummer in Wien auf der Bühne stand. Das Projekt „Science Busters & Friends“ wurde dann auf tragische Weise schneller Wirklichkeit als geplant. Im Oktober sprang Freistetter spontan bei der Tournee für den erkrankten Werner Gruber ein, und Ende November starb überraschend Heinz Oberhummer.

Nicht um diesen zu ersetzen, sondern um sein Projekt weiterleben zu lassen, treten die „Science Busters“ jetzt mit wechselnder Besetzung rund um Martin Puntigam auf – wobei Freistetter meist dabei ist. In der Vorwoche wurde etwa im Wiener Rabenhof-Theater die Folge „Das Universum ist eine Scheißgegend“ aufgezeichnet, in der nicht nur vom Weltall, sondern auch viel von Krems die Rede ist und die voraussichtlich am 19. April im ORF ausgestrahlt wird. Am 24. Februar erklärt Freistetter gemeinsam mit Gunkl im Stadtsaal Wien, „wo Silber und Gold herkommen“.

"Neuer Weg, um Wissenschaft zu erklären"

„Ich bin fest überzeugt, dass die Gesellschaft möglichst viel über Wissenschaft Bescheid wissen sollte“, sagt Freistetter. „Deshalb ist es mir ein Anliegen, sie auf so viele Arten wie möglich zu vermitteln. Bisher habe ich meinen Blog geschrieben, Bücher verfasst und Vorträge gehalten. Ich finde es sehr schön, dass ich jetzt wieder einen neuen Weg nutzen kann, um Wissenschaft zu erklären.“

Auch wenn er jetzt öfter als bisher nach Wien muss, will Freistetter seinem derzeitigen Wohnort Jena vorerst treu bleiben. Die deutsche Stadt, in der er vor seiner Karriere als Wissenschaftsvermittler an der Sternwarte tätig war, erinnere ihn ein bisschen an seine Heimatstadt, so Freistetter: „Es ist auch eine kleinere Stadt in einem Flusstal mit Weinbergen rundherum.“

Nach Krems kommt er sowieso oft und gern – auf Familienbesuch oder auch zum Wachaumarathon, bei dem er auch 2015 wieder mitgelaufen ist.

Infos: www.sciencebusters.at .