Erstellt am 09. Januar 2016, 05:33

von Karl Braun

Kein Interesse für Gföhler Zielpunkt?. Nach der Insolvenz von Zielpunkt konnten für 112 Filialen, darunter jene in Gföhl, keine Interessenten gefunden werden.

Die Zielpunkt-Filiale Gföhl muss nach 17 Jahren zusperren, weil sich, sehr zum Leidwesen der Mitarbeiterinnen Anna Strasser, Filialleiterin Sonja Pritz und Ingrid Weber, keine Interessenten gefunden haben.  |  NOEN, Karl Braun

Für 112 Zielpunktfilialen österreichweit konnten bis Jahresende keine Interessenten gefunden werden. „Daher ist ein Fortbetrieb der betroffenen Filialstandorte nicht möglich und hat der Insolvenzverwalter die Schließung dieser Filialen am Handelsgericht Wien beantragt“, heißt es in einer Aussendung des Kreditschutzverbandes (KSV) von 1870.

Unter den betroffenen 1.250 Dienstnehmern mussten auch die zehn Mitarbeiterinnen der Filiale in Gföhl diese traurige Tatsache hinnehmen. „Wir waren bis zuletzt der Meinung, dass wir davon nicht betroffenen sind, weil Gföhl ganz gut gelaufen ist“, hofft Filialleiterin Sonja Pritz, die mit ihren Kolleginnen, mit denen sie in den letzten Jahren zu einem guten Team zusammengewachsen ist, doch noch auf eine Lösung.

"Stammkunden werden uns fehlen"

Die Zielpunktfiliale in Gföhl war vor 17 Jahren gebaut worden, Sonja Pritz war von Anfang an dabei. „Uns werden nach dem 2. Jänner, dem letzten Arbeitstag, unsere Stammkunden fehlen, zu denen wir in all diesen Jahren gute Kontakte aufgebaut haben“, so Pritz.

Große Sorge der Mitarbeiterinnen, von denen zwei knapp vor der Pension stehen, ist es, wieder am angespannten Arbeitsmarkt unterzukommen.

Die Nahversorgung bleibt in Gföhl durch Billa, Spar und Lagerhaus jedenfalls gesichert.