Erstellt am 15. März 2016, 04:04

von Thomas Werth

An Feigheit kaum zu übertreffen. Thomas Werth über die Giftköder, die in Theiß ausgelegt werden.

Viele haben sich wahrscheinlich schon einmal über nicht weggeräumten Hundekot im Park, am Spielplatz oder sonst wo geärgert – das ist auch legitim, schließlich sollte das nicht vorkommen. Dass aber solche oder andere unliebsame Erlebnisse mit Vierbeinern Menschen dazu bewegen können, Giftköder auszulegen, ist schier unfassbar – eine Handlung, die an Feigheit nur schwer zu übertreffen ist.

Denn die Hunde können selbst am wenigsten dafür. Der Grund für nicht weggeräumte Hundstrümmerl oder vernachlässigte Leinenpflicht ist an der anderen Seite der Leine zu finden. Das ist dem Giftleger aber offensichtlich egal – er wählt den für ihn einfacheren Weg.

Ebenso egal scheint ihm die Tatsache zu sein, dass auch andere, etwa Kinder, in Berührung mit dem Gift kommen könnten. Es ist daher nicht nur für Hundehalter in Theiß das Beste, wenn der Unbekannte endlich ausgeforscht wird.

Und dann darf auch Mut von der Justiz gefordert werden. Die Voraussetzung wurden jedenfalls heuer geschaffen: Der Strafrahmen für Tierquälerei wurde verschärft.