Erstellt am 03. Mai 2016, 05:04

von Karl Pröglhöf

Angepatzt ist angepatzt. Karl Pröglhöf über einen fragwürdigen Bericht im „Falter“.

„Die Haberer von Herzogenburg“ betitelt Aufdeckungsjournalist Florian Klenk von der Wiener Stadtzeitung „Falter“ seinen Bericht über eine Grundstückstransaktion, in die auch der Kremser ÖVP-Stadtparteiobmann Thomas Höhrhan verwickelt ist.

Kurz zusammengefasst: Durch billigen Kauf von Grundstücken von der rot-grün-regierten Stadt und teuren Weiterverkauf an die Gedesag in seiner Heimatstadt hätte der Kremser Bauunternehmer und Projektentwickler Höhrhan einen Gewinn von knapp 500.00 Euro erzielt.

Sieht man sich die Zahlen genauer an, wird bald klar, dass für die Sensationsstory nur die Äpfel (= Einnahmen) gerechnet, aber die Birnen (= Ausgaben) weggelassen wurden.

Höhrhan nimmt es nach außen gelassen, weil er sicher ist, dass alles korrekt und nachvollziehbar gelaufen ist und die Informationen an die Wiener Wochenzeitung, die damit ein „Sittenbild aus Niederösterreich“ zeichnen wollte, aus der Nachbarschaft gekommen sind, die gegen sein Projekt zu Felde zieht. Aber angepatzt ist er trotzdem.