Erstellt am 05. April 2016, 05:04

von Karl Pröglhöf

Anzeigen zum Anpatzen. Karl Pröglhöf über die Anzeigenflut bei den Behörden.

Die Anzeigen von Franz Stieger gegen Gott und die Welt wegen allem und nix füllen bei den Behörden mehrere dicke Aktenordner und sichern bei Magistrat und Bezirkshauptmannschaft wohl jeweils einem Mitarbeiter Dauerbeschäftigung.

Angezeigt wird überhaupt gerne. Beispielsweise beim Umbau des einstigen Gasthauses „Sternhof“ in Krems. Da geht es dem Grundstücknachbarn beispielsweise darum, dass der Kranarm nicht über sein Areal schwenkt und im Berufungsverfahren der halbe Stadtsenat aus irgendwelchen Gründen befangen sei. Und Peter Lanzrath, übrigens ein ehemaliger Staatsanwalt, ruft die Korruptionsstaatsanwaltschaft an, weil er meint, dass der Magistratsdirektor wegen seiner Zweitfunktion als Aufsichtsratsvorsitzender der Gedesag dieser nicht die Stellplatz-Ersatzabgabe vorschreibt. Ein Anruf beim Bauamt hätte genügt, um zu erfahren, was Sache ist.

Aber nein: Es wird lieber angezeigt. Irgendwie nach dem Motto: Einfach anpatzen, etwas wird schon hängen bleiben.