Erstellt am 17. November 2015, 09:14

von Wolfgang Wallner

Eine Liga mit Fragezeichen. Wolfgang Wallner über das Dilemma im Eishockey.

Daumen drehen statt Tore schießen: Die Kremser Eishockeycracks sind zum Nichtstun verurteilt, schon die zweite Woche hintereinander fiel ein Landesliga-Match ins Wasser. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ohne taugliche Halle in Niederösterreichs höchster Spielklasse wird die Mini-Meisterschaft gleich doppelt zur Farce.

Eine „Eliteliga“ mit vier Teams stellt den blau-gelben Perspektiven am Eis ohnehin nicht das allerbeste Zeugnis aus. Ohne Spielgemeinschaft mit Zwettl, das räumt man beim Kremser Eishockeyverein (KEV) freimütig ein, könnte man gar keine Kampfmannschaft stellen. Die spätsommerlichen Temperaturen zum Winterbeginn sind da nur mehr das Tüpfelchen auf dem i. Als Freiluftsport wird Eishockey mehr und mehr zum Glückspiel in unseren Breiten. Einmal mehr zeigt sich, wie wichtig eine Halle wäre. Doch die ist nicht in Sicht, da die Städte jeden Cent dreimal umdrehen und so mancher Eislaufplatz (finanziell) auf der Kippe steht.

Die Kremser machen das Beste aus der Sache, konzentrieren sich auf den Nachwuchs. Wohl wissend, dass sich jeder ambi tionierte Jugendliche früher oder später nach Wien verabschieden wird. Weil‘s dort Hallen und ganzjährige Trainingsmöglichkeiten gibt. Davon kann Krems nur träumen …