Erstellt am 09. Februar 2016, 04:23

von Nikolaus Frings

Fortschritt durch Technik. Nikolaus Frings über professionelle Rahmenbedingungen im Amateurbereich.

Es ist Transferzeit. Die Handys der Spieler und Vereinsobmänner glühen, Verträge werden gebrochen, und Kicker wechseln die Vereine bald öfter als das Schuhwerk. Der scheinbar ganz normale Transferwahnsinn kehrte im Jänner auch im Bezirk Krems ein.

Auffällig ruhig blieb es dabei in der Gebietsliga. Insbesondere bei einem kleinen aufständischen Klub namens Gföhl. Die Gebietsliga-Neulinge investierten ihr Geld lieber in Rahmenbedingungen, die dem bereits vorhandenen Spielermaterial die Trainingsbedingungen verbessern sollen.

Die jungen Wilden um Aufstiegstrainer Sascha Kiss wurden mittels leistungsdiagnostischer Tests untersucht und bekamen im Anschluss daran präzise Trainingspläne, um ihre Pulswerte zu optimieren. Eine Methode, die laut Kiss bereits erste Erfolge einbrachte und im weiteren Verlauf des Kalenderjahres mit Sicherheit auch noch weiter ihre Früchte tragen wird.

In Zeiten, in denen im Fußball ein genereller Trend zum blinden Aktionismus zu erkennen ist, bilden Vereine wie Gföhl einen willkommenen Gegenpol. Vergleichsweise geringe finanzielle Schritte können so auch bei Amateurvereinen das Maß an Professionalität anheben. Diese Maßnahmen erfordern Mut, sind aber letztlich nicht nur kurz-, sondern auch langfristigen Zielen gewidmet.