Erstellt am 07. Juni 2016, 06:05

von Thomas Werth

Herausforderung für neues Modell. Thomas Werth über die unterschiedlichen Interessen in Krems.

Wenn die Architekturtage etwas ganz besonders zum Vorschein gebracht haben, dann, wie weit Meinungen und Interessen in Krems auseinandergehen können. Ein Beispiel: der Innenstadtleerstand. Vermieter kritisieren zu hohe Gebühren und Hürden beim Umbau, Firmen beklagen zu hohe Mieten und zu kleine Verkaufsflächen, Kunden wiederum fahren an die Peripherie, weil dort das Warenangebot größer und das Parken einfacher ist.
Letzteres könnte mit einer Tiefgarage am Südtirolerplatz für die Fußgängerzone verbessert werden.

Die Innenstadtunternehmer freuen sich darauf, Anrainer kritisieren wiederum die Notwendigkeit der Errichtung neuer Parkplätze und fürchten, nicht zuletzt aufgrund der Verkehrsführung, eine zunehmende Lärmbelastung. Begrüßt wird zwar von vielen die Schaffung eines zentralen Veranstaltungsplatzes, den manche aber wieder anders gestaltet hätten oder lieber gleich am Pfarrplatz sehen würden.

Ob das zu entwickelnde Kremser Bürgerbeteiligungsmodell solche Probleme lösen können wird, wird sich zeigen.