Erstellt am 11. Oktober 2016, 04:27

von Nikolaus Frings

Abschied und Wiedersehen. Nikolaus Frings über den Trainerwechsel beim SV Rehberg.

Am vergangenen Freitag wurde publik, was viele vermeintliche Branchenkenner teilweise längst gewusst bzw. zumindest vermutet hatten. Christian Karl kehrte zu seinen Wurzeln zurück und übernahm den vakant gewordenen Trainerposten beim SV Rehberg. So weit, so gut. Nur – abzusehen war dieser spektakuläre Wechsel nur sehr bedingt: Anfang letzter Woche unterrichtete Rehberg-Coach Harald Hummel die Vereinsführung bei einer Sitzung darüber, sein Amt im Winter zur Verfügung stellen zu wollen.

In den darauf folgenden Tagen entschlossen sich die Verantwortlichen dann wiederum dazu, diese absehbare Trennung zu beschleunigen. Eine Entscheidung, die jedoch unabhängig von der Verfügbarkeit Karls gefällt wurde und in ihrer Ursache mit der Wirkung nur so viel zu tun hat wie der SC Gföhl mit dem Abstiegskampf.

Karl selbst, so weiß man, war dem SV Rehberg auch während der Hummel-Ära stets verbunden und erklärte die Aufgabe zur Herzensangelegenheit. Denn warum sonst, wenn nicht aus „Liebe“ zum Verein, sollte ein ambitionierter Trainer, der zuletzt in der 1. NÖN Landesliga tätig war, einen scheinbaren sportlichen Rückschritt in Kauf nehmen. Und sich damit in eine Situation bringen, in der er weit mehr zu verlieren als zu gewinnen hat.