Gedersdorf

Erstellt am 09. Januar 2018, 04:36

von Udo Sagl

Der Hass hat viele Gesichter. Udo Sagl über die gezielte Vergiftung von Tieren.

„Wer tut so etwas? Wie kann man nur so grausam sein?“ Tierschützer sind über die jüngsten Vergiftungsfälle im unteren Kamptal empört. Und zugleich tief besorgt.

Denn obwohl es die unbekannten Täter im konkreten Fall offensichtlich „nur“ auf das Leben von Greifvögeln abgesehen haben, werden immer wieder auch Haustiere zu Opfern – wie nun der Fall des vergifteten und fast getöteten Bullterriers Timon aus Schlickendorf zeigt.

Bei den heimischen Hundebesitzern geht die Angst um. Und der Tierschutzverein weiß: Die Dunkelziffer ist – vor allem im Bezirk Krems – ziemlich hoch. Immer wieder verschwinden geliebte Vierbeiner, vor allem Katzen, die sich zu weit vom Haus entfernt haben.

Es ist ein offenes Geheimnis: Im Freiland sind seit jeher illegale Giftköder ausgelegt, die eigentlich für die „bösen“ Füchse bestimmt sind. Der Hass hat viele Gesichter: Also nehmen es die Gifttäter bewusst in Kauf, dass quasi „so nebenbei“ unschuldige Miezen qualvoll „draufgehen“.

Übrigens: Das Auslegen von tödlichen Ködern ist auch vom Gesetz her kein Kavaliersdelikt. Es drohen zwei Jahre Gefängnis. Das dürfte sich noch zu wenig herumgesprochen haben.