Krems

Erstellt am 16. Mai 2017, 04:30

von Karl Pröglhöf

Die Qual der Wahl. Karl Pröglhöf über einen doppelt spannenden Politherbst in Krems.

Nach dem Platzen der großen Koalition auf Bundesebene werden die Kremser durch die turnusmäßige Neubesetzung des Gemeinderates im Herbst zwei Mal zu den Urnen gerufen.
Wirklich zwei Mal? Noch steht der Termin für die Nationalratswahl nicht fest, wahrscheinlich ist Ende September/Anfang Oktober. Aber das wird man wissen, wenn der Stadtsenat Ende Juni das Datum für die Gemeinderatswahl festlegt. Derzeit deutet alles auf den 1. Oktober.

Laut Gesetz kann der Termin um drei Monate vor- oder zurückverlegt werden, sodass die Möglichkeit besteht, die Urnengänge auseinanderzulegen.

Viel spricht aber dafür, es nicht zu tun. Erstens sind viele Wähler ohnehin poltikverdrossen und wollen nicht – siehe Bundespräsidentenwahl – mehrfach innerhalb kurzer Zeit ihre Stimme abgeben. Zweitens wird es immer schwieriger, Freiwillige zu finden, die in den Sprengelkommissionen einen Sonntag versitzen. Und drittens sind die Bürger mündig genug, um die Themenbereiche zu trennen und etwa auf Bundesebene Partei A und für Krems die Partei B anzukreuzen.