Erstellt am 26. Juli 2016, 06:09

von Thomas Werth

Es bleibt fahler Beigeschmack. Thomas Werth über die Überprüfung der Landesgalerie.

Es mutet schon etwas seltsam an: Da wird der Spatenstich gefeiert und mit dem Bau der Landesgalerie Niederösterreich offiziell (wenngleich noch ohne sichtbaren Fortschritt) begonnen – und plötzlich wird das gesamte Projekt von einem deutschen Experten überprüft, ob es überhaupt mit dem Weltkulturerbe zu vereinbaren ist.

Für Kritiker ist diese Überprüfung ein gefundenes Fressen: Scheitert das Projekt vielleicht doch noch? Oder wird der oftmals kritisierte „Würfel“ zumindest überarbeitet?

Glaubt man Hermann Dikowitsch vom Land NÖ, so ist dies unwahrscheinlich. Wenngleich er Änderungen prinzipiell nicht ausschließen könne, betont er, dass von Anfang an Experten miteingebunden waren, um die bestmögliche Weltkulturerbe-Verträglichkeit garantieren zu können.

In Anbetracht dessen wären Kritikpunkte in dem Gutachten des deutschen Experten, das Anfang August erwartet wird, sogar als seltsam einzustufen. Zudem bleibt der fahle Beigeschmack, dass das Museum voreilig und unausgereift an den (Bau-)Start geschickt wurde.