Erstellt am 28. Juni 2016, 05:07

von Thomas Werth

Im schlimmsten Fall droht Fiasko. Thomas Werth über die Öffnungszeiten in der Innenstadt.

Karl Leopold darf fast als Alleinunterhalter bezeichnet werden. Denn außer dem Egger‘s-Chef gibt es kaum jemanden, der ab 18 Uhr in der Kremser Innenstadt etwas für Passanten und Touristen zu bieten hat.

Kein Wunder, dass Leopold an dem großteils einheitlichen Ladenschluss um 18 Uhr zu knabbern hat – denn geschlossene Shops waren noch selten ein besonderer Frequenzbringer. Und kein Wunder, dass er es ist, der sich vehement um Unterstützer für längere Öffnungszeiten in der Innenstadt bemüht.
„Siesta“-Unterstützer findet er großteils bei jenen Unternehmern, die selbst im Geschäft stehen. Shops mit mehreren Mitarbeitern würden wohl Gegenwind vom Personal zu erwarten haben.

Die Problematik zeigt außerdem, wie wichtig ein gemeinsames Konzept wäre. Denn wenn jeder sein eigenes Ding durchzieht, droht der Innenstadt im schlimmsten Fall ein Öffnungszeiten-Fiasko. Schließlich wäre es wenig kundenfreundlich, wenn in der heißen Jahreszeit zwei bis drei Stunden lang (mittags wie abends) nur die halbe Innenstadt geöffnet hat.