Erstellt am 28. Juni 2016, 05:05

von Josef P. Schiller

Kremstal wird zum Jammertal. Josef P. Schiller über das Ende des SC Senftenberg.

Der Verein, bei dem Erwin Höld aus Nöhagen in der Schülermannschaft seine Karriere startete, die ihn zum LASK in die Bundesliga führte, macht den Laden dicht.
Dabei pflastern tolle sportliche Erfolge die Geschichte des SC Senftenberg. Schon im dritten Jahr in der 2. Klasse Wachau schafften die Senftenberger 1970/71 den Aufstieg in die 1. Klasse, die sie in der sechsten Saison als Meister in Richtung Unterliga verließen.

Der sofortige Abstieg war nur ein kurzes Intermezzo des Misserfolges, denn schon vier Jahre später erfolgte der neuerliche Aufstieg in die Unterliga. Dieser sportliche Höhenflug fand erst in den Saisonen 1986/87 und 1987/88 ein jähes Ende, als der Absturz in die 2. Klasse Wachau erfolgte. Fünf Saisonen in der 2. Klasse, zehn in der 1. Klasse und nochmals 13 in der 2. Klasse mussten vergehen, ehe bei einem Verein, bei dem Kameradschaft und Zusammenhalt so viel Positives in der fast 50-jährigen Vereinsgeschichte entstehen ließen und wofür allen Beteiligten Dank und Anerkennung gebührt, nun für immer die Lichter ausgehen sollen.


Dass es in Zukunft nicht mehr möglich sein wird, hoch über dem Kremstal ein Spiel des SC Senftenberg zu verfolgen, kann ich einfach nicht glauben. Das tut mir in meiner Kremstaler Fußballseele weh.