Erstellt am 11. Oktober 2016, 05:13

von Thomas Werth

Lieber ein Ende mit Schrecken .... Thomas Werth über den Rückzug von Shire aus Krems.

Nun also doch! In der Vorwoche wurde das offiziell, was viele ohnehin seit Jahren befürchten: Shire – zuvor Baxalta, zuvor Baxter – wird die Produktion eines Arzneimittels in Krems nicht aufnehmen und sich von dem Standort trennen.

Das Ende der rund 14-jährigen Farce – netter ist die Geschichte um den Standort nicht zu bezeichnen – kam dann aber doch überraschend. Immerhin haben 65 Mitarbeiter bereits die Arbeit am Testbetrieb aufgenommen, zudem ist Krems im März von einem großen Job-Abbau (damals noch von Baxalta) verschont geblieben. Vieles deutete darauf hin, dass tatsächlich 2018 produziert wird.

Rund ein halbes Jahr später – und kurz nach der Fusionierung von Shire mit Baxalta – ist das nun ganz anders. Sinkende Nachfrage nach dem Medikament hin oder her: Es scheint so, als habe Krems nicht in das Konzept von Shire gepasst.

Für die Stadt ist der Verlust des Pharma-Riesen natürlich sehr schmerzhaft. Aber wohl bei wenigen Projekten passt der Spruch „lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“ besser als hier.